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Steigende Zinsen disrupten Investmentbank-Bewertungsmodelle

Financial Times Companies •
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Für Junior-Investmentbanker ist das Erstellen von diskontierten Cashflow-Modellen (DCF) ein Initiationsritus. Die Rendite von 10-jährigen US-Staatsanleihen, die in diesen Tabellen als „risikofreier“ Satz verwendet wird, erreichte kürzlich zum zweiten Mal seit 2007 5 Prozent. Dieser Satz verankert die Kapitalkosten; wenn er steigt, werden zukünftige Cashflows stärker abgezinst, was theoretisch die Unternehmensbewertungen senkt. Allerdings ist der S&P 500 im letzten Monat nur um etwa 1 Prozent gesunken und ist im Jahr gestiegen, was der Modelllogik widerspricht. Die erste Zinserhöhung der Federal Reserve in drei Jahren erhöht die Komplexität. Goldman Sachs schätzt, dass der S&P 500 historisch zu Beginn eines Straffungszyklus um 2 Prozentpunkte fällt, und weist darauf hin, dass drei Viertel des aktuellen Indexwerts aus Cashflows von zehn Jahren oder mehr stammen.

Die Aktienrisikoprämie (ERP) — die zusätzliche Rendite, die Investoren für Aktien gegenüber risikofreien Schulden verlangen — ändert sich ebenfalls. Der Professor der New York University, Aswath Damodaran, bewertete sie Ende August auf etwas über 6 Prozent, fast einen Prozentpunkt höher als vor einem Jahr. Während die meisten Banker einen statischen ERP von 5 Prozent verwenden, zeigen Damodarans Daten einen breiten Bereich von 4,75 Prozent bis 7,70 Prozent zwischen 2012 und September 2025, der die Bewertungen stark schwanken lassen kann. Die Kosten für Unternehmensschulden bleiben hoch. Investoren zeigen wenig Sorge vor einer Rezession oder Druck auf die Gewinne, sodass kaum Anzeichen dafür erkennbar sind, dass die Kapitalkosten tatsächlich gestiegen sind — eine Erleichterung für Deal-Macher und IPO-Kandidaten, die hohe Bewertungen bewerben. Allerdings sollten Auszubildende darauf hinweisen, dass ihre Excel-Ausgaben und das Marktverhalten deutlich auseinanderklaffen.

Wichtige Entitäten: Unternehmen: Goldman Sachs, S&P 500, Federal Reserve, New York University | Personen: Aswath Damodaran, Sujeet Indap

Häufig gestellte Fragen: Wie beeinflusst die Rendite von 10-jährigen US-Staatsanleihen die DCF-Bewertungen?

Die Rendite von 10-jährigen US-Staatsanleihen dient als risikofreier Satz in DCF-Modellen. Wenn sie steigt, erhöht sich der Diskontierungssatz, wodurch der Barwert zukünftiger Cashflows sinkt und theoretisch die Unternehmensbewertungen sinkt.