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Ist das 60-40-Portfolio tot? Chart der Woche

Financial Times Markets •
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Jahrzehntelang diente die 60‑40 Aktien‑Anleihen‑Allokation — 60 % Aktien, 40 % Staatsanleihen — als universeller Portfolio‑Standard, der Wachstum bot, während Anleihen das Aktienrisiko ausglichen. Seit 2021 jedoch hat hohe Inflation diesen Diversifikationsvorteil unterminiert. Die Korrelation zwischen dem S&P 500 und 10‑Jahres‑Staatsanleihen ist positiv geworden, sodass Anleihen nun Aktienverluste verstärken statt sie zu pufferen, und Anleiherenditen waren in allen Gewichtungen negativ.

Die Triebkräfte hinter dem Anstieg der Staatsanleiherenditen werden heftig diskutiert: Inflationsschock, stärkeres Wachstum, fiskalischer Überschuss, Schuldausgabe durch Hyperscaler und Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Federal Reserve unter Kevin Warsh. Arun Sai von Pictet Asset Management sagt, er habe niemals so unterschiedliche Kundenansichten darüber gesehen, was die Renditen bewegt. Matt Rowe bei Man Group argumentiert, dass der Anleihenteil aktiv verwaltet werden müsse, statt passiv gelassen zu werden. Ein neues Rahmenwerk unterscheidet zwischen „Krisenkorrelation“ und „Nicht‑Krisenkorrelation“, was nahelegt, dass langfristige Staatsanleihen in risikoscheuen Phasen möglicherweise keinen Schutz bieten. Die offene Frage: Soll das 60‑40‑Verhältnis angepasst werden oder sollte die Staatsanleihenexposition insgesamt neu überdacht werden?.