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Südkorea testet Nordostpassage gegen China

Financial Times Companies •
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Südkorea hat seinen ersten kommerziellen Test der Nordostpassage (NSR) gestartet, bei dem das Containerschiff Pan Star Acro von Busan über Russlands arktische Küste nach Europa fährt, um die Fahrzeit im Vergleich zum Suezkanal um etwa 10 Tage zu verkürzen. Die Reise, die nach Felixstowe, Rotterdam und Gdańsk führt, soll Busans Rolle als Logistikdrehscheibe stärken, die Nordostasien mit Europa verbindet. Korea will mit China konkurrieren, das seit 2023 saisonale Arktis-Containerdienste betreibt und diesen Monat das nach eigenen Angaben erste regelmäßige NSR-Europa-Angebot startete.

Koreanische Beamte warnen, dass Chinas früher Vorsprung es ermöglichen könnte, Busan Marktanteile abzunehmen, falls die Route sich als tragfähig erweist. Russland verwaltet die NSR über Rosatom und verlangt Moskaus Erlaubnis für die Passage, doch die Pan Star Acro wird keine russischen Häfen anlaufen. Westliche Sanktionen gegen Russland wegen der Ukraine verkomplizieren die koreanische Beteiligung, da Firmen US-Sekundärsanktionen riskieren, obwohl Südkorea nicht an UN-Sanktionen gebunden ist.

Zögern von Versicherern und Banken bleibt ein Hindernis; Experten merken an, dass technische Machbarkeit allein keine kommerzielle Tragfähigkeit garantiert. Der Schritt hat Kritik einiger in Seoul ansässiger Diplomaten hervorgerufen, die die Zusammenarbeit mit Russland als nicht im Einklang mit westlichen Interessen sehen, obwohl Seoul bestreitet, Transitgebühren an russische Stellen zu zahlen.