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Schweizer Bankenchef warnt vor übermäßiger Regulierung

Financial Times Companies •
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Der designierte Vorsitzende des Schweizer Bankenverbands, Giorgio Pradelli, CEO von EFG International, hat gewarnt, dass die Schweiz durch übermäßige Regulierung ihre Position als globales Finanzzentrum gefährden könnte. In einem Gespräch mit der Financial Times sagte Pradelli, dass die Schweiz nicht davon ausgehen könne, dass ihre Führungsposition dauerhaft sei, denn Konkurrenten wie die USA und das Vereinigte Königreich vereinfachen ihre Regeln, und Hongkong hat die Schweiz kürzlich als größten Offshore-Reichtumsstandort abgelöst. Seine Äußerungen erfolgen im Zusammenhang damit, dass Bern die größte Bankenreform seit der Finanzkrise abschließt, ausgelöst durch den Zusammenbruch von Credit Suisse im Jahr 2023 und die anschließende staatlich unterstützte Übernahme durch UBS.

Die Reformen umfassen die Haftung leitender Banker, strengere Bonusregelungen, erweiterte Befugnisse der Finma und eine verbesserte Krisenplanung. Ein parlamentarischer Ausschuss trifft sich am Montag, um über Vorschläge zu beraten, die UBS verpflichten könnten, etwa 20 Milliarden Dollar mehr Eigenkapital zu halten. Pradelli räumte Fortschritte bei der Stabilität ein, betonte jedoch, dass die Wettbewerbsfähigkeit verbessert werden müsse. EFG hat von dieser Aufwärtsbewegung profitiert, wobei der Aktienkurs seit der Übernahme um nahezu 100 % gestiegen ist, im ersten Halbjahr 5,7 Milliarden Schweizer Franken an neuem Nettokapital angezogen wurde und 2023 140 Beziehungmanager eingestellt wurden.

Pradelli bemerkte, dass geopolitische Spannungen wohlhabende Kunden dazu bewegen, ihre Anlagen über verschiedene Finanzzentren zu diversifizieren.