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Norwegische Bauern wechseln auf Hubbard: Besseres Tierwohl und höhere Gewinne

Financial Times Companies •
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Tove Hellesvik und ihr Mann Snorre betreiben seit über 500 Jahren einen Bauernhof in Mittel-Norwegen. Als Norsk Kylling, der zweitgrößte Hühnerproduzent Norwegens, sie bat, von der schnell wachsenden Ross 308-Rasse auf die langsam wachsende Hubbard-Rasse umzusteigen, waren sie zunächst skeptisch. Über ein Jahrzehnt lang zogen sie Ross 308-Hühner auf, die nach nur 30 Tagen geschlachtet wurden. Die Hubbard-Rasse lebt zwei Wochen länger, was Bedenken hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Rentabilität aufwarf.

Auf der ganzen Welt überprüfen Geflügelbauern die dominanten Rassen Cobb, Hubbard und Aviagen (die sowohl Hubbard als auch Ross 308 besitzen). Die Effizienz von Ross 308 machte Hühnchen zum weltweit meistverzehrten Fleisch, doch Tierschutzorganisationen kritisieren die schnell wachsenden Vögel wegen Herzproblemen, Lahmheit und schlechter Lebensbedingungen. Auf dem Hof von Hellesvik traten sofort Verbesserungen auf: Die Sterblichkeitsrate sank von 6-7% auf 1%, und die Vögel wurden lebendiger.

Die Rentabilität stieg, weil sie die langsam wachsenden Hubbard-Hühner zu höheren Preisen verkaufen konnten, ohne Antibiotika zu verwenden. Der Geflügelwissenschaftler Martin Zuidhof erklärt, dass der genetische Fortschritt seit 1957 dazu geführt hat, dass Vögel mehr als viermal so schwer geworden sind bei halbem Futterverbrauch, gleichzeitig jedoch auch Gesundheitsprobleme entstanden sind. Die Debatte dreht sich darum, wie man Effizienz mit Tierschutz in Einklang bringen kann.