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Japan startet autonome Taxis wegen Fahrermangel

Financial Times Companies •
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Japan geht die Taxifahrer aus, just als Autos lernen, ohne sie zu fahren. Alphabets autonome Fahrteinheit Waymo, der japanische Taxi-App-Betreiber GO und das Taxiunternehmen Nihon Kotsu beabsichtigen, nächstes Jahr in Tokio Japans ersten vollständig autonomen kommerziellen Taxi-Service zu starten, beginnend mit einer kleinen Flotte, bevor sie auf etwa 100 Autos erweitert wird.

Für Unternehmen wie die Toyota Group, die letztes Jahr 11,3 Mio. Fahrzeuge verkaufte, mag das wie ein Rundungsfehler erscheinen. Doch wenn diese ersten Robotaxis beweisen, dass autonome Flotten in Japan kommerziell betrieben werden können, würden sie eine völlig neue Quelle wiederkehrender Fahrzeugnachfrage für heimische Automobilhersteller schaffen. Japan hat Jahre damit verbracht, durch Tests und regulatorische Änderungen den Grundstein zu legen.

Für Waymo ist Tokio der erste geplante kommerzielle Markt außerhalb der USA. Waymo gibt an, jetzt über 500.000 vollständig autonome Fahrten pro Woche in 15 US-Städten anzubieten. Die erfolgreiche Übertragung dieses Modells nach Tokio mit seinem Linksverkehr und anderen Vorschriften würde beweisen, dass Waymos Technologie auch jenseits der USA funktioniert. Nissan, Wayve und Uber haben ebenfalls Pläne für ein Robotaxi-Pilotprojekt in Tokio angekündigt, mit Nissan-EVs, die mit Wayves AI Driver ausgestattet sind.

Japan hat einen strukturellen Grund für das Wachstum von Robotaxis. In Okinawa halbierte sich die Zahl der Taxifahrer zwischen 2009 und 2021 nahezu. Während andere Länder über die Verdrängung von Fahrern debattieren, hat Japan Gründe, voranzugehen.

Wichtige Entitäten: Unternehmen: Waymo, GO, Nihon Kotsu, Toyota Group, Nissan, Wayve, Uber, Alphabet | Personen: Roula Khalaf | Orte: Tokio, Japan, Okinawa, China, USA