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Briefing Öffentliche Märkte (24 Stunden)

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201 Artikel zusammengefasst · Letzte Aktualisierung: Neueste

Letzte Aktualisierung: October 16, 2026, 10:40 PM ET

Öl & Energie

Brent-Rohöl stieg auf 110 Dollar pro Barrel, das erste Mal seit Mai, da die Aussichten auf eine unmittelbar bevorstehende Lieferunterbrechung zunahmen. Die Financial Times berichtete, dass Öl ein Fünf-Monats-Hoch erreichte nach Meldungen über neue Eskalationen im Nahen Osten. Diesel bleibt ein besonderer Druckpunkt: Exxon meldete Rekordgewinne im Raffineriegeschäft, während die Dieselpreise in die Höhe schießen, und die Dieselpreise bleiben hoch angesichts historisch niedriger Lagerbestände. Rohöl-Futures stiegen aufgrund anhaltender Versorgungsängste, doch die Ölpreise fielen, als Händler die Freigabe von Reserven durch die Internationale Energieagentur abwogen. Der Markt für Schiffskraftstoff bleibt angespannt, denn die Engpässe bei Schiffskraftstoff halten an, trotz zusätzlichen Rohöls aus Hormus. China baut einen Gasvorrat für den Winter auf, da der Iran-Krieg das Risiko erhöht, und steigende Kraftstoffpreise beflügeln den Absatz von Elektroautos und beenden die Ära des Diesels in Europa.

Aktien & der KI-Handel

Ein breiter Ausverkauf bei KI-nahen Aktien beherrschte die Woche. Die schwächste Woche an der Wall Street seit Juni brachte einen Kursrutsch, der von Core Weave bis Alphabet reichte, und der S&P 500 verzeichnete seinen größten Wochenverlust seit Juni, als KI-Sorgen die Chiphersteller trafen. Die Aktien der großen Technologiekonzerne erlebten ihren stärksten Wochenrückgang seit dem „Liberation Day“, während chinesische Aktien zu den größten Verlierern wurden, als der globale KI-Handel ins Stocken geriet. Technologieaktien fielen, als der Ölpreis nach einer volatilen Woche stieg, und die Nervosität an der Wall Street breitete sich aus, als der KI-Ausverkauf auf einen Ölschock von 110 Dollar traf. Die großen US-Bankaktien verzeichneten ihre schlechteste Verlustserie seit 2008. Indische Softwareaktien übertrafen KI-Konkurrenten so deutlich wie nie zuvor, und indische IT-Werte waren als Wette gegen KI gefragt. Anleger sichern sich zunehmend gegen KI-Risiken ab, und asiatische Aktien erholten sich etwas nach dem Technologie-Ausverkauf.

Zinsen, Währungen & Anleihen

Anleger reduzierten ihre Wetten auf Zinserhöhungen, nachdem Notenbankchef Kevin Warsh sich nicht zum nächsten Zinsschritt geäußert hatte, und Warsh versprach, die Inflation zu bändigen, selbst wenn KI einen Schock für die Wirtschaft auslöst. Der Dollar erlebte seine schlechteste Woche seit einem Monat, da Warsh zum Zinspfad schwieg, während der Euro seine Serie von fünf Wochen mit Verlusten beendete. US-Anleihen gerieten unter Druck, da das Finanzministerium sich zum langen Laufzeitenende nicht äußerte, und die US-Staatsanleiherenditen stabilisierten sich im asiatischen Handel. Das US-Haushaltsdefizit nähert sich 2 Billionen Dollar, eine ernüchternde Bilanz für Trumps Sparpolitik. In Frankreich wird eine politische Krise zur Schuldenkrise. Auch an den Kreditmärkten herrscht Anspannung: Anleihen von Rechenzentren werden abgestoßen, und der Verkauf von Hypothekenanleihen liegt auf Eis, da Anleger mehr Rendite verlangen. Bank of America platzierte Anleihen im Volumen von 8 Milliarden Dollar trotz der Volatilität, und Japans Ueda erklärte, er „könne es nicht hinnehmen“, dass die zugrunde liegende Inflation über 2% liegt.

Unternehmen & Transaktionen

Apples faltbares iPhone Duo war fast sofort ausverkauft, wobei sich die Auslieferungen bis 2027 verzögern. Netflix strich 1.000 Stellen und nahm trotz starker Ergebnisse überraschend einen Wechsel in der Führungsebene vor. Tesla präsentierte seinen fliegenden Roadster, wobei der Start auf verhaltene Resonanz stieß. Alcoa verzeichnete dank besserer Rahmenbedingungen einen höheren Gewinn, und DHL hob seine Gewinnprognose für 2026 an. Schneider Electric verbesserte seinen Ausblick, da die Nachfrage nach Rechenzentren den Umsatz steigerte. Oaktrees Übernahme eines A-Cap-Versicherers scheiterte, und Kimberly-Clark bereitete eine Anleiheemission vor im Vorfeld des Kaufs des Tylenol-Herstellers. Lufthansa prüft den Verkauf von Softwarevermögen im Wert von 1 Milliarde Euro. Beretta erwarb einen Anteil von 25% an Sturm Ruger, und Compass verklagte die Immobilienplattform des US-Bundesstaats Kalifornien wegen deren Regeln.

Politik & Handel

Frankreich und Deutschland einigten sich auf Maßnahmen zum Schutz der europäischen Autoindustrie, lockerten die EU-Emissionsvorgaben und öffneten damit eine Tür für Großbritannien. Automobilhersteller müssen mit einer geringeren Kürzung der britischen Ziele für Elektroautoverkäufe rechnen. China wird den Export mehrerer Solartechnologien beschränken, und Entwürfe für Exportkontrollen bei KI-Chips wurden vorgestellt. Zölle auf Metalle und Autos ließen die Handelsgespräche zwischen den USA und Mexiko ins Stocken geraten. Healey deutete im Haushalt eine Bankensteuer an, und Healey unterstützte die Start- und Landebahn am Flughafen Heathrow trotz des Schwankens von Burnham. Apple sieht sich in Großbritannien einem Rechtsstreit über Regeln für kontaktloses Bezahlen gegenüber.

Ausblick

Der geldpolitische Kurs der Federal Reserve bleibt offen, da Warsh sich bisher nicht zum nächsten Schritt geäußert hat. Der britische Haushalt dürfte eine Steuererhöhung für Banken bringen.