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Renditenormalisierung bei Anleihen: Sicht der Deutschen Bank

Financial Times Markets •
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Der jüngste globale Anleihenverkauf hat die Sorgen um untragbare Staatsfinanzen neu entfacht. Doch die jüngste Schwäche sollte als Fortsetzung der langen Normalisierung von der historischen Anomalie der 2010er-Jahre gesehen werden. Dieses Jahrzehnt war von finanzieller Repression geprägt: Zentralbanken kauften Billionen an Staatsanleihen, und Leitzinsen lagen nahe null. Die heutigen Renditeniveaus würden jemandem, der nach einem zweidekadigen Sabbatical zurückkehrt, völlig normal erscheinen.

Bei der Deutschen Bank vertritt die Hausmeinung konsequent die Ansicht, dass die Renditen aufgrund hoher Staatsemissionen, des Rückzugs der quantitativen Lockerung und einer im Vergleich zur Vor-Pandemie-Zeit anhaltend höheren und volatileren Inflation steigen würden. In den USA liegt die Inflation nun seit mehr als fünf Jahren über dem 2-Prozent-Ziel der Federal Reserve. Das nominale BIP-Wachstum der USA erreichte im zweiten Quartal 6,6 Prozent, den höchsten Stand seit 2005 außerhalb des Covid-Rebounds, gestützt teilweise durch den KI-Boom.

Haushaltssorgen sind real, aber der Gleichgewichtszins für Anleiherenditen ist schlicht höher als das Niveau, an das sich die Märkte in der ultra-lockeren Ära gewöhnt hatten. Die Renditen für Anleger stabilisieren sich. Im vergangenen Jahr lieferte der Bloomberg US Treasury Total Return Index positive Renditen, obwohl die 10-Jahres-Renditen um etwa 0,60 Prozentpunkte stiegen. Ein Anleger, der 10-jährige US-Staatsanleihen beim Oktober-2023-Hoch von 4,99 Prozent kaufte, hätte nun eine Gesamtrendite von mehr als 16 Prozent.