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Nahost-Spannungen treiben Öl und Anleihenverkauf

Wall Street Journal Markets •
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Die Renditen von US-Treasuries und Staatsanleihen der Eurozone stiegen am Mittwoch weiter, nachdem ähnliche Bewegungen bei asiatischen Anleihen zu verzeichnen waren, da die erneuten Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran die Ölpreise nach oben trieben, was die Inflationsängste und die Aussichten auf eine Zinserhöhung der Federal Reserve verstärkte. Die Renditen erreichten erneut signifikante Hochs, wobei die Renditen der 10-jährigen deutschen Bundesanleihen den höchsten Stand seit 2011 erreichten und die Renditen der 10-jährigen britischen Staatsanleihen, sogenannte Gilts, auf den höchsten Stand seit 2007 stiegen. Die Rendite der 2-jährigen US-Treasuries stieg auf 4,410%, den höchsten Stand seit Januar 2025, während die Rendite der 10-jährigen Treasuries auf 4,812% stieg, den höchsten Stand seit November 2023. Die USA und der Iran feuerten am Dienstag erneut aufeinander, was den Preis für Brent-Öl um 1% auf 95,62$ steigen ließ.

Im europäischen Eröffnungshandel stieg die Rendite der 10-jährigen deutschen Bundesanleihen auf ein Hoch von 3,381%, während die Rendite der 10-jährigen britischen Gilts 5,268% erreichte, wie LSEG-Daten zeigten. Dies geschah, nachdem die Rendite der 10-jährigen japanischen Staatsanleihen im asiatischen Handel den höchsten Stand seit September 1996 erreicht hatte. Der weltweite Ausverkauf von Anleihen hält angesichts der erneuerten Spannungen zwischen den USA und dem Iran und steigender Ölpreise an, sagte Christian Hantel, Portfoliomanager bei Vontobel, in einer Notiz. Die Anleger verdauten auch weiterhin die Rede des Vorsitzenden der Federal Reserve, Kevin Warsh, am Freitag in Jackson Hole, in der er vor Inflationsrisiken warnte und die Aussicht auf höhere Zinssätze verstärkte.

Wichtig ist, dass die Analysten von Allianz Research sagten, dass die Anleihemärkte sich nicht im Panikmodus befinden und ordnungsgemäß funktionieren. Die erneuerten Spannungen im Nahen Osten seit Juli und die Zerstörung von Raffineriekapazitäten in Russland haben die Energiekosten wieder in die Höhe getrieben, insbesondere die Gaspreise, was zu höherer Inflation und Erwartungen an Zinserhöhungen der Zentralbanken führte. Dies erklärt den Löwenanteil der jüngsten Renditesteigerungen. In der Eurozone wird die Anleihenachfrage in diesem Monat intensiv unter die Lupe genommen, da die Europäer aus dem Urlaub zurückkehren und die nationalen Schuldenagenturen ebenfalls ihre Auktionen wieder aufnehmen. The Investment Institute von Uni Credit prognostiziert für September eine Bruttoemission von Staatsanleihen in der Eurozone in Höhe von 120 Milliarden Euro (139,12 Milliarden Dollar), wobei das Nettoangebot positiv bleibt, da die Rücknahmen 86 Milliarden Euro betragen werden.

Schlüsseleinheiten: Unternehmen: Vontobel, Allianz Research, Uni Credit | Personen: Christian Hantel, Kevin Warsh