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Maersk testet Windsegel zur Kraftstoffeinsparung

Financial Times Companies •
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Maersk hat einen Vertrag zur Installation des ersten Windsegels auf einem Containerschiff unterzeichnet, da die maritime Industrie zu einer jahrhundertealten Technologie zurückkehrt, um den Kraftstoffverbrauch zu senken und strengere Umweltvorschriften einzuhalten. Das Segel, ein 35 Meter hohes Rotorsegel, entworfen vom britischen Unternehmen Anemoi, wird als Pilotprojekt auf einem mittelgroßen Containerschiff nachgerüstet, um zu demonstrieren, ob die Technologie die Kosten für Kraftstoff und Emissionszertifikate signifikant senken kann. Nick Contopoulos, Chief Commercial Officer bei Anemoi, sagte, dass Containerschiffe eine besondere Herausforderung für die Installation von Windkraft darstellten, da fast der gesamte Deckplatz für Ladungslagerung genutzt werde.

Er fügte jedoch hinzu, dass der Einsatz moderner Segel auf Containerschiffen auch Vorteile habe. "Sie befahren sehr dedizierte Routen, sodass man durch die Kenntnis der Vorhersagbarkeit des Windes [und] der Betriebsgeschwindigkeit des Schiffes Routen mit hohem Windprofil ansteuern kann, was den Business Case und den Return on Investment verbessert", sagte er. Die Rotortechnologie dreht sich im Wind mithilfe eines physikalischen Phänomens, bei dem rotierende Objekte Vortrieb erzeugen, bekannt als "Magnus-Effekt", um das Schiff vorwärts zu bewegen.

Ole Graa Jakobsen, Leiter Flottentechnologie bei Maersk, sagte, dass die zweitgrößte Containerreederei der Welt das Projekt "als wertvolle Gelegenheit ansah, praktische Erfahrung zu sammeln und seine Relevanz für unsere Flotte und den Containerverkehr im weiteren Sinne zu bewerten". Gavin Allwright, Generalsekretär der International Windship Association, sagte, dass das Interesse an Windantriebstechnologien stetig zunehme, da sich die Umweltvorschriften für die Schifffahrt verschärften.

Die EU hat den Seeverkehr seit 2024 in ihr Emissionshandelssystem einbezogen und neue Vorschriften eingeführt, die Reeder verpflichten, die Emissionsintensität der verbrannten Kraftstoffe zu senken. Die Schifffahrt macht derzeit etwa 3 Prozent der globalen jährlichen Kohlenstoffemissionen aus.