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Ende der Ära des billigen Essens: Klimatische und kostenträchtige Drucke

Financial Times Companies •
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In Industrieländern bleibt Essen relativ billig, macht nur 10% der Ausgaben britischer Haushalte aus, doch Bauern weltweit sehen sich wachsendem Druck ausgesetzt, der das Zeitalter günstiger Nahrungsmittel beenden könnte. Extremwetter auf der Nordhalbkugel — Waldbrände in Europa und die schlechteste Ernte seit Jahrzehnten für britische Landwirte, laut der National Farmers’ Union — weist auf klimabedingte Störungen hin. Ein starker El Niño bedroht die Landwirtschaft in Südamerika, Afrika und Asien, während Forschungen, unterstützt von der EZB, schätzen, dass Klimaschocks die globale Lebensmittelinflation jährlich um 0,9–3,2 Prozentpunkte erhöhen könnten und damit die Gesamtinflation um 0,3–1,2 Punkte anheben könnten.

US-Bauern prognostizieren ihren schlimmsten Abschwung seit 40 Jahren aufgrund von Krieg, der Treibstoff- und Düngerkosten in die Höhe treibt, und steigende Lohnkosten schwächen die ohnehin geringe Rentabilität weiter. UBS-Analysten warnen, dass Lebensmittelinflation strukturell über dem historischen Durchschnitt von 2,5% liegen wird, was mehr als 100 börsennotierte Unternehmen betreffen wird — Ausrüstungshersteller wie das schwedische Alfa Laval profitieren, während Einzelhändler und Hotels wie Next und Accor benachteiligt werden. Höhere Lebensmittelpreise könnten Lohnforderungen auslösen, Zentralbanken zwingen, die Zinssätze anzuheben, und eine schlechte Ernte in Brasilien mit den Hypothekenkosten in Frankreich verknüpfen.

Dieser Wandel spiegelt die wirtschaftliche Reichweite von KI oder GLP-1-Medikamenten wider und macht Lebensmittelinflation zu einem portfolioweiten Thema.