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Schweizer Vermögensverwalter fordern Aufschub des Transparenzregisters

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Schweizer Vermögensverwalter drängen die Regierung, den Start eines umfangreichen neuen Registers der Unternehmensinhaber aufzuhalten, nachdem Hacker ähnliche Daten von Tausenden Menschen im benachbarten Liechtenstein gestohlen hatten. Der Schweizer Verband der Vermögensverwalter hat Bern gebeten, den geplanten Rollout des neuen „Transparenzregisters“ am 1. Oktober auszusetzen, das nur für bestimmte Behörden und Finanzinstitute zugänglich sein soll, die den Anti-Geldwäsche-Vorschriften unterliegen, jedoch nicht für die Allgemeinheit.

Der Verband warnte die Regierung, dass die Konzentration von Informationen über die letztlichen Eigentümer von mehr als 500.000 Unternehmen und anderen Rechtsträgern an einem Ort ein attraktives Ziel für Cyberkriminelle schaffen würde. Der Schweizer Bankenverband hat separat Bedenken hinsichtlich der Cybersicherheit und des Datenschutzes im Zusammenhang mit dem Register geäußert, das seit drei Jahren in einem Land entwickelt wird, das als Zufluchtsort für oft geheimes Vermögen bekannt ist. Das Eingreifen der Finanzwelt folgt auf einen schweren Angriff auf das entsprechende Register in Liechtenstein Ende Juli, bei dem unbekannte Hacker Daten über die wirtschaftlich Berechtigten von etwa 31.000 Unternehmen, Stiftungen und Treuhandverhältnissen stahlen.

Die Behörden haben die Angreifer bisher nicht identifiziert oder ihr Motiv festgestellt. Die Schweiz schafft das Register im Rahmen der Bemühungen, ihre Abwehr gegen Geldwäsche zu stärken und internationalen Standards zu entsprechen, bevor die in Paris ansässige Financial Action Task Force (FATF) im nächsten Jahr eine Überprüfung durchführt. Ab Oktober müssen Unternehmen und andere Rechtsträger die Personen melden, die sie letztlich kontrollieren, an die zentrale Bundesdatenbank.

Neben den Namen soll das Register auch Daten zu Geburtsdatum, Nationalität, Postleitzahl und Wohnort enthalten. Die Risiken sind für die Schweiz besonders hoch, da ihr Finanzsektor etwa 9 % des BIP ausmacht und sie weiterhin eines der größten Zentren für grenzüberschreitendes Privatvermögen weltweit ist. In einem Schreiben, das die FT gesehen hat, an den Schweizer Justizminister Beat Jans, warnte der Verband der Vermögensverwalter diese Woche, dass die Schweiz durch die Sammlung hochsensibler Eigentümerinformationen in einer zentralen Datenbank ein „extrem attraktives Ziel für Cyberkriminelle“ schaffen würde.

Vivien Jain, die Geschäftsführerin des Verbands, sagte der FT, dass das neue Register nach dem Angriff in Liechtenstein für eine offizielle Sicherheitsbewertung ausgesetzt werden sollte. „Der Ruf unseres Finanzplatzes steht auf dem Spiel“, fügte sie hinzu. Der SBA hatte zuvor ähnliche Bedenken hinsichtlich der Sicherheit des Registers geäußert, wie mehrere mit der Situation vertraute Personen bestätigten.