Eine Analyse von zehn Jahren Earnings Calls legt nahe, dass sich unter Führungskräften, die später an die Spitze aufsteigen, ein Verhalten besonders hervorhebt: andere zum Sprechen einzuladen. Die Studie ergab, dass Führungskräfte, die regelmäßig Kolleginnen und Kollegen in das Gespräch einbeziehen, auf Zuhörer kooperativer und teamorientierter wirken.
Der Befund gibt einen Einblick, wie Führungspotenzial lange vor einer formellen Beförderung erkannt werden kann. Earnings Calls, in denen Führungskräfte Ergebnisse präsentieren und Fragen von Analysten beantworten, werden von Investoren und Branchenbeobachtern genau verfolgt. Die Art, wie ein Redner diese Situation meistert, kann die Wahrnehmung seines Urteilsvermögens, seiner Glaubwürdigkeit und seiner Fähigkeit prägen, mit dem gesamten Unternehmen zusammenzuarbeiten.
Statt das Gespräch mit persönlichen Kommentaren zu dominieren, signalisieren Führungskräfte, die anderen das Wort überlassen, Vertrauen in ihre Teams. Diese Lesart des Redestils deutet darauf hin, dass dieses Merkmal ein nützlicher Indikator für Aufsichtsräte und Talentteams sein kann, die nach der nächsten Führungsgeneration suchen.
Die Untersuchung unterstreicht, dass Signale für Führungsstärke oft subtil sind und sich im beruflichen Alltag zeigen. Für Unternehmen, die künftige CEOs identifizieren wollen, wirft die Analyse eine praktische Frage auf: Wer im Raum schafft Platz, damit andere gehört werden?
Quelle: Wall Street Journal US Business · Zusammengefasst von HeadlinesBriefing