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Gloria Steinem vs The New York Times: Schlacht um Ms

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Gloria Steinem, die feministische Führerin, die diese Woche verstarb, spielte eine zentrale Rolle bei der Ersetzung von Miss und Mrs. durch Ms. Ihr formidabelster Gegner war The New York Times und dessen geschäftsführender Redakteur A. M. Rosenthal.

Ihr jahrzehntelanger Streit über die Anrede ist in Briefen dokumentiert, die in der New York Public Library aufbewahrt werden. In einem Brief aus dem Jahr 1973 argumentierte Steinem, es sei unfair, Frauen zu zwingen, ihren Familienstand preiszugeben, während Männer dies nicht tun mussten. Rosenthal widersetzte sich, da er glaubte, der Begriff habe sich „noch nicht ausreichend in der Sprache durchgesetzt".

Er argumentierte, dass in stilistische Änderungen ein „unverhältnismäßig hohes Maß an Nachdenken" einfließe, und befürchtete den Widerspruch der Leser. Trotz Protesten vor der Zentrale der Zeitung in der West 43rd Street blieb Rosenthal fast 13 Jahre lang hart. Schließlich, im Juni 1986, änderte er seinen Kurs und stellte fest, dass „Ms." Teil der Sprache geworden sei.

Gemäß der neuen Richtlinie konnten Frauen ihren bevorzugten Titel wählen. Bemerkenswerterweise erschien Hillary Clinton als Mrs. Clinton. Steinem schätzte Rosenthals Meinungen und schickte ihm sogar ein Vorabexemplar der ersten Ausgabe des Magazins Ms. Rosenthal gab kritisches Feedback und nannte das Cover ein Abklatsch des Magazins New York.

Ihr Austausch hebt einen bedeutenden kulturellen Wandel in Sprache und Geschlechternormen hervor, der in den eigenen Archiven der Zeitung dokumentiert ist.