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Volkswagen-Wendeplan

New York Times Business •
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Volkswagen hat die Gewerkschaftsunterstützung für seine umfangreichste Restrukturierung seit 89 Jahren erhalten und stimmt zu, etwa 50.000 zusätzliche Stellen abzubauen auf vorherige Reduktionen. CEO Oliver Blume muss nun den Plan umsetzen, um Kosten zu senken, die um 30 Prozent über denen der Rivale liegen, und die Produktionskapazität um über 500.000 Fahrzeuge jährlich zu reduzieren. Das Abkommen bringt die Gesamtstellenstreichungen bis 2030 auf rund 100.000, das sind 15 Prozent der globalen Belegschaft, und zielt darauf ab, die Anzahl der Modelle zu halbieren und die jährliche Produktion von einem Vor-Pandemie-Ziel von 12 Millionen auf neun Millionen Autos zu reduzieren.

Die Aktien stiegen am Freitag um fast 6 Prozent, obwohl die Aktie dieses Jahr etwa ein Viertel verloren hat. Analyst Matthias Schmidt warnte, dass der Vertrag nur die Kernprobleme vor dem Hintergrund fiercer chinesischer Konkurrenz, US-Zölle und Margendruck hinauszögert. Das Schicksal von vier deutschen Werken in Emden, Hanover, Zwickau und Neckarsulm bleibt jenseits von 2030 ungewiss, es werden Diskussionen über mögliche Umwandlungen in die Verteidigungsindustrie geführt.

Volkswagen steht zudem sinkenden Absatz in China gegenüber, wo lokale Rivals den Elektromarkt dominieren, und prüft Optionen wie den Verkauf China entwickelter Autos in Europa oder die gemeinsame Nutzung von Kapazitäten mit chinesischen Partnern. Trotz Hoffnung auf eine Wiederbelebung zweifeln Experten wie Harald Hendrikse von Citi Research daran, dass Umwandlungen in die Verteidigungsindustrie die Einbrüche ausgleichen können, während Jacob Gunter vom Mercator-Institut feststellt, dass deutsche Automobilhersteller auf die schnelle EV-Wende in China nicht vorbereitet waren.