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Städte begrenzen Tourismus, Flughäfen wachsen

New York Times Business •
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Europäische Städte wie Venedig, Barcelona und Mallorca führen Maßnahmen gegen Überlastung durch Tourismus ein, darunter Tagesbesuchergebühren, Touristensteuern und Verbote kurzfristiger Vermietungen. Gleichzeitig jedoch erfahren ihre Flughäfen massive Erweiterungen. Venedigs Flughafen Marco Polo strebt 20 Millionen Passagiere jährlich an, nach 11,6 Millionen. Amsterdams Flughafen Schiphol fügt einen 592.000 Quadratfuß großen Boarding-Bereich hinzu, und der Athener International Airport plant, die Kapazität von 26 auf 40 Millionen Passagiere zu erhöhen. Die Erweiterung des Flughafens El Prat in Barcelona hat für den 20. September geplante Proteste ausgelöst.

Dieser Paradoxon resultiert aus konkurrierenden Governance-Strukturen. Nationale Regierungen kontrollieren Flughäfen und betrachten sie als lebenswichtige Einnahmequellen, während kommunale Behörden Wohnungs- und Sanitärfolgen managen. Wie Alex Chapman von der New Economics Foundation anmerkte: "Es ist definitiv ein Widerspruch." Lokale Beamte wie Tolo Deyá an der University of the Balearic Islands erklären, sie könnten nur Unterkünfte begrenzen oder Steuern erheben, während die Flugkontrolle bei Zentralregierungen liegt.

Die niederländische Regierung versuchte, Schiphol-Flüge auf 478.000 jährlich zu begrenzen, doch Gerichte hoben dies auf. Ein neuer Vorschlag mit schrittweisen Erhöhungen auf 500.000 Flüge erhielt am 9. September vorläufige Zustimmung. Flughafenbetreiber argumentieren, Erweiterungen modernisierten Infrastruktur für wachsende Passagierzahlen — Schiphol bewältigte letztes Jahr 70 Millionen Passagiere gegenüber 42 Millionen vor zwei Jahrzehnten — nicht, um Flugzahlen zu erhöhen.