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Schweiz strebt Aufhebung der Beschlagnahmung von Nestlé-Vermögenswerten durch Russland an

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Die Schweiz kritisierte die Beschlagnahmung von Nestlé SA-Vermögenswerten durch den russischen Präsidenten Wladimir Putin als besorgniserregende Entwicklung und arbeitet mit dem Unternehmen zusammen, um diese Maßnahme rückgängig zu machen. Der Kreml stellte Anteilsrechte an Nestlé und dem französischen Supermarkt Auchan unter vorübergehende Verwaltung, wobei er die militärische Unterstützung Europas für die Ukraine anführte. Das Staatssekretariat für Wirtschaft der Schweiz erklärte, dass es „besorgt“ über die Beschlagnahmung sei und mit Nestlé „zur Aufhebung der zwangsweisen Verwaltung“ zusammenarbeite.

Der ehemalige Schweizer Politiker Eric Nussbaumer bezeichnete den Schritt als „unberechtigt“ und riet zur äußersten Vorsicht beim Umgang mit dem russischen Regime. Die Beschlagnahmung erfolgt weniger als zwei Wochen vor der nationalen Abstimmung in der Schweiz über Neutralität, die Auswirkungen auf die Sanktionen gegen Russland haben könnte. Die Schweizer Neutralität, die seit 1815 verankert ist, wird durch einen Vorschlag auf die Probe gestellt, strengere Regeln für ihre Anwendung vorzusehen.

Umfragen deuten darauf hin, dass die Initiative wahrscheinlich scheitern wird, doch der Zeitpunkt der russischen Aktion erhöht die bilateralen Spannungen. Nestlé erklärte, dass es die Situation bewertet und sich verpflichtet fühlt, seine Rechte zu schützen und die Geschäftskontinuität für die Stakeholder sicherzustellen. Die Übernahme wird als die größte Beschlagnahmung ausländischen Unternehmensvermögens in Russland seit mindestens 2024 beschrieben, erfolgt im Rahmen umfassenderer hybrider Angriffe, die Moskau in Europa zugeschrieben werden.