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Schweizer Uhrenindustrie polarisiert während Ultra-Luxus boomt

Financial Times Companies •
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Die Schweizer Uhrenexporte stabilisierten sich im ersten Halbjahr 2026 auf 12,2 Milliarden Schweizer Franken (15,1 Milliarden Dollar), wobei der Jahresrückgang lediglich 0,6% betrug, doch dieser Titel verbirgt eine tiefe Polarisierung. Laut Oliver Müller, Gründer von Luxe Consult, stammte 75% des Wertwachstums aus Uhren, die nur 1,3% des Volumens ausmachen. „Das Wachstum im Ultra-Luxus-Segment war spektakulär“, sagt er. Gleichzeitig fielen Uhren im Preisbereich von 25.000–50.000 Schweizer Franken um 8,3%, während das „zugängliche Luxus“ (7.500–12.500 Schweizer Franken) um 0,5% stieg, unterstützt durch Stahlmodelle von Rolex, Omega und Cartier. Die Exportvolumina stiegen um 2,3%, getrieben von den Marken der Swatch Group: Longines, Tissot, Hamilton und Swatch. Die jährlichen Exporte sanken von 17 Millionen Einheiten im Jahr 2023 auf 14,6 Millionen im Jahr 2025, was die Marken dazu veranlasste, das Schweizer Kurzarbeitsmodell RHT zu nutzen.

Trotz des Abschwungs starten neue Marken. Georges Kern, CEO von House of Brands, belebt Gallet (Preisbereich £2.220–£5.300) nach der Wiederbelebung von Universal Genève wieder. François-Henri Bennahmias, ehemaliger CEO von Audemars Piguet, kündigte N3W5 unter seiner Gruppe The Honourable Merchants Group an, und Leopoldo Celi, ehemaliger Führungskraft bei Girard-Perregaux, brachte Niton wieder zurück. Bennahmias argumentiert, dass Konsumenten „es leid sind, immer das Gleiche zu sehen“, nicht weil ihnen das Geld ausgeht. Kern stimmt zu: „Es gibt eine Ermüdung gegenüber den bestehenden Marken“.

Schlüsselentitäten: Unternehmen: Schweizer Uhrenindustrie-Verband, Luxe Consult, Swatch Group, Rolex, Omega, Cartier, Longines, Tissot, Hamilton, Swatch, House of Brands, Gallet, Universal Genève, Audemars Piguet, The Honourable Merchants Group, N3W5, Girard-Perregaux, Niton, Breitling | Personen: Yves Bugmann, Oliver Müller, Georges Kern, François-Henri Bennahmias, Leopoldo Celi | Standorte: Schweiz

Häufig gestellte Fragen: Warum ist die Schweizer Uhrenindustrie zwischen dem Ultra-Luxus-Segment und dem Mittelklasse-Segment polarisiert?

Uhren aus dem Ultra-Luxus-Segment (die nur 1,3% des Volumens ausmachen) trugen 75% zum Wertwachstum im ersten Halbjahr 2026 bei, während das Mittelklasse-Segment (25.000–50.000 Schweizer Franken) um 8,3% zurückging. Die Verbraucher verschieben sich hin zu höchster Exklusivität und Einstiegs-Stahlmodellen, wodurch das mittlere Segment zusammengedrückt wird.