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Spanien EU-weite Öl Gas Steuer Klimafonds

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Spanien drängt die Europäische Union, einen Klimaanpassungsfonds einzurichten, der durch eine dauerhafte Abgabe auf Öl- und Gasgewinnen und eine Erhöhung der gemeinsamen Schuldverschuldung finanziert wird. Die spanische Ministerin für den ökologischen Übergang, Sara Aagesen Muñoz, legte den Vorschlag in einem Schreiben an den EU-Klimakommissar Wopke Hoekstra dar und verwies auf den heißesten Sommer seit Aufzeichnungsbeginn sowie auf verheerende Dürren und Waldbrände in Westeuropa. Triodos bank schätzt, dass extreme Hitze das BIP der EU im Jahr 2026 um 1 Prozent reduzieren und bis 2050 um 2,3 Prozent senken könnte, während Ökonomen die Kosten dieser Sommerdürre auf zwischen 50 Milliarden Euro und 180 Milliarden Euro schätzen.

Dieser Druck folgt einem gemeinsamen Schreiben der Finanzminister von Deutschland, Österreich, Italien, Portugal, Polen und Spanien, das eine EU-weite Übergewinnsteuer befürwortet. Die Maßnahme wird bei einem informellen Treffen in Dublin am 18. und 19. September erörtert werden. Allerdings hat die Europäische Kommission neuen Übergewinnsteuern Widerstand geleistet und vorgeschlagen, dass die Mitgliedstaaten stattdessen nationale Regelungen einführen sollen; Portugal hat bereits eine Steuer von 33 Prozent auf die Übergewinnisse von 2026 eingeführt.

Auch Vertreter der Industrie haben Widerstand geleistet. Der CEO von Exxon Mobil, Darren Woods, warnte, dass die Bestrafung der Industrie kurzsichtig sei, und enthüllte, dass das Unternehmen nach der letzten Übergewinnsteuer seine Investitionen in Europa gestrichen habe. Der CEO von BP, Meg O'Neill, bezeichnete neue Steuern als „eine höchst fehlerhafte Reaktion“, während der CEO von Total Energies, Patrick Pouyanné, drohte, die Obergrenze für Benzinpreise in Frankreich aufzuheben, falls neue Steuern eingeführt würden.

Wesentliche Entitäten: Unternehmen: Triodos bank, Exxon Mobil, BP, Total Energies, Europäische Kommission | Personen: Sara Aagesen Muñoz, Wopke Hoekstra, Darren Woods, Meg O'Neill, Patrick Pouyanné | Orte: Spanien, EU, Brüssel, Dublin, Portugal, Frankreich, Deutschland, Österreich, Italien, Polen

Häufig gestellte Fragen: Warum möchte Spanien jetzt eine EU-weite Öl- und Gassteuer einführen?

Spanien argumentiert, dass der rekordhohe Sommerhitze, Dürre und Waldbrände die wirtschaftliche Verwundbarkeit der Mitgliedstaaten offenkundig gemacht haben, wobei extreme Hitze das BIP der EU im Jahr 2026 um 1 Prozent senken könnte. Sie schlagen eine dauerhafte Abgabe auf fossile Brennstoffgewinne und eine Erhöhung der gemeinsamen Schuldverschuldung vor, um einen gemeinsamen Klimaanpassungsfonds zu finanzieren.