HeadlinesBriefing favicon HeadlinesBriefing.com

BepiColombo 2025 Merkur-Orbiteinschwenkung

Ars Technica •
×

Die BepiColombo-Mission hat diese Woche einen wichtigen Meilenstein auf der letzten Etappe ihrer achtjährigen interplanetaren Reise zum Merkur erreicht. Die robotische Wissenschaftsmission, mit einem Preis von fast 2 Milliarden Dollar, wird von der Europäischen Weltraumorganisation geleitet mit Beiträgen aus Japan und den Vereinigten Staaten. Seit ihrem Start 2018 ist BepiColombo spiralförmig näher an die Sonne herangekommen, indem sie eine Kombination aus Plasmatriebwerk und einer Serie von Flybys an Erde, Venus und Merkur nutzte.

Die Manöver änderten die Geschwindigkeit des Raumfahrzeugs und steuerten es auf eine finale Begegnung mit dem Merkur später in diesem Jahr zu. Beim nächsten Erreichen des Merkurs wird BepiColombo genau die richtige Geschwindigkeit haben, damit die Schwerkraft des Planeten das Raumfahrzeug in den Orbit einfängt. BepiColombo ist ungewöhnlich, da es eigentlich ein Stapel von drei Raumfahrzeugen ist: dem Merkur-Transfermodul und dem Merkur-Planetenorbiter, gebaut von Europa, und dem Merkur-Magnetosphärenorbiter aus Japan, Spitzname Mio.

Die Trennung des Antriebsmoduls am Donnerstag lässt den europäischen und japanischen Orbiter noch gemeinsam reisen. Die beiden Raumfahrzeuge werden sich im Dezember voneinander trennen, kurz nachdem sie in ihrem initialen Orbit um den Merkur angekommen sind. Eine Überwachungskamera an Bord des Merkur-Transfermoduls nahm diese Ansicht der kraterbedeckten Merkur-Oberfläche während eines Flybys am 8.

Januar 2025 auf. Die Trennung des Merkur-Transfermoduls erfolgte 39 Millionen Meilen (63 Millionen Kilometer) von der Sonne entfernt, weniger als halb so weit wie die Erde, mit extremen Temperaturen und intensiver Sonnenstrahlung. Ignacio Tanco, Leiter der Operationen für Missionen im inneren Sonnensystem bei der ESA, sagte Reportern, die Herausforderung sei "gleichwertig mit dem Start eines neuen Raumfahrzeugs" mit "erheblichem Risiko", dass etwas schiefgeht.

Das Loslassen des Transfermoduls erforderte, dass der Rest des Raumfahrzeugs die Stromerzeugung, den Antrieb und die Ausrichtung sowie die Thermokontrolle übernimmt, ein erhebliches Bedenken beim Fliegen so nah an der Sonne.