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Amazon-Frachtflugzeugunfall löst EMAS-Debatte aus

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Ein Amazon-Frachtflugzeug überrannte am Sonntag die Landebahn des Miami International Airport, wobei fünf Personen getötet und fünf verletzt wurden. Dies hat die Debatte über die Installation von Engineered Materials Arresting Systems (EMAS) neu entfacht. Diese zerkleinerbaren Betonpuffer, die seit den 1990er Jahren in über 70 US-Flughäfen installiert sind, haben laut Federal Aviation Administration (FAA) erfolgreich 26 Flugzeuge mit 497 Passagieren aufgehalten.

Die FAA empfiehlt EMAS seit zwanzig Jahren, verlangt jedoch lediglich eine gepflasterte Sicherheitszone von 1.000 Fuß mal 500 Fuß am Ende der Landebahnen. Der Miami International Airport erfüllt diesen Standard, verfügt jedoch nicht über EMAS. Die Vorsitzende des Nationalen Verkehrssicherheitsrats, Jennifer Homendy, erklärte, dass die Frage, ob EMAS überall verpflichtend sein sollte, ein zentraler Untersuchungsfokus sein wird.

Der Luftfahrtberater Michael O’Donnell bezweifelte, ob 1.000 Fuß ausreichend seien. Die Installation eines EMAS kostet mehrere Millionen Dollar pro Landebahn, und Bundeszuschüsse unterstützen den Einbau an platzbeschränkten Flughäfen wie dem Kennedy Airport und dem La Guardia Airport in New York. Das System stoppte kürzlich einen Learjet 60 am Teterboro Airport.

Der Sprecher der Miami-Dade Aviation Authority, Gregory Chin, erklärte, dass kein US-Flughafen sowohl eine vollständige 1.000-Fuß gepflasterte Sicherheitszone als auch ein EMAS besitzt, da EMAS als Alternative, nicht als Zusatz betrachtet wird.