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Alstom kämpft mit Rentabilität und Eisenbahnaufträgen

Financial Times Companies •
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Alstom, Europas größter Zugbauer, hat sich von einer Ausschreibung für bis zu 40 Hochgeschwindigkeitszüge von Renfe in Spanien im Wert von 1,8 Mrd. Euro zurückgezogen, da die dreijährige Lieferfrist unrealistisch und die Geschwindigkeitsziele zu ambitioniert waren. Diese Entscheidung unterstreicht die strukturellen Herausforderungen der Branche: fragmentierte europäische Standards, mehrjährige Lieferzeiten und unregelmäßige Zahlungspläne, die die Bilanzen belasten.

Der neue CEO Martin Sion, der im April ernannt wurde, priorisiert weniger Projekte, um Ausführungsprobleme zu beheben und den Cashflow zu verbessern, aber der Aktienkurs von Alstom ist seit seinem Höchststand von 30 Euro auf die Hälfte gefallen. Das Unternehmen hat innerhalb von fünf Jahren seine dritte Gewinnwarnung ausgegeben und das Ziel zur Cashgenerierung fallen gelassen. Trotz eines Auftragsbestands von 103 Mrd.

Euro sind die neuen Aufträge im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr um nahezu 40 % gesunken. Analysten weisen auf selbstverschuldete Wunden aus der Übernahme von Bombardier für 5,5 Mrd. Euro im Jahr 2021 hin, die Überschneidungen geschaffen und mehr als 1 Mrd.

Euro an Rückstellungen ausgelöst haben. Der Marktwert von Alstom ist von 17,6 Mrd. Euro auf unter 8 Mrd.

Euro gesunken. Obwohl die Nachfrage weiterhin stark ist — mit jüngsten Erfolgen in Australien, Portugal, Polen und den USA — macht die maßgeschneiderte Natur der Branche, regulatorische Hürden und strafbewehrte Verträge die Profitabilität für börsennotierte Hersteller schwer erreichbar.