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Nachtshopping: Die Gewohnheit, die Ihr Geld vernichtet

Financial Times Companies •
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Laut Moneysupermarket tätigen fast die Hälfte der 25- bis 34-Jährigen regelmäßig Online-Käufe zwischen Mitternacht und 2 Uhr morgens, ein Phänomen, das als Doom-Scroll Spending bezeichnet wird. Claer Barrett untersucht, warum spätabendliches Shopping zu einer weit verbreiteten Gewohnheit geworden ist, und deutet an, dass es als Ablenkung von umfassenderen Geldsorgen dient. Das Versprechen, dass ein kleiner Kauf sofortiges Glück bringt, ist ein starker Anreiz — bis die nächste Nacht anbricht.

Weihnachten naht, und der Mobile Commerce boomt. Zuletzt Weihnachten wurden im Vereinigten Königreich rekordverdächtige 16,5 Mrd. Pfund über mobile Geräte ausgegeben, ein Anstieg von 14 Prozent gegenüber 2024, wobei Smartphones nun fast zwei Drittel der gesamten Online-Ausgaben ausmachen. Algorithmen in Apps wie Vinted und auf Fast-Fashion-Plattformen wie Asos, Zara und Shein sind zielgenau ausgerichtet und pushen Artikel wie Wildleder-Pumps von LK Bennett zu verlockenden Preisen. Sogar Primark kündigte kürzlich eine Strategieänderung an, um einen durch die Beliebtheit des endlosen Scrollens verursachten Umsatzrückgang umzukehren.

Ökonomen nennen dies den Lipstickeffekt, aber er betrifft alle Geschlechter. Die Gefahr liegt in den geschwächten Abwehrmechanismen im Halbschlaf, was Konsumenten anfällig für Betrug macht. Lloyds Bank meldet, dass fast sieben von zehn Betrugsfällen, an denen ihre Kunden beteiligt waren, auf einer Meta-Plattform begannen, was die Einführung eines KI-gestützten Tools namens Scam Check als Teil einer 100 Mio. Pfund schweren Investition in Betrugsprävention veranlasste. Etwa ein Viertel der nächtlichen Käufe wird per Kreditkarte, Überziehungskredit oder "Kauf jetzt, zahl später" finanziert.