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Warum rationalistische Blogs so lang sind

Hacker News •
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Ein Autor, der für seinen eigenen Beitrag zur katholischen Wunderapologetik einen 25.000 Wörter umfassenden Text des rationalistischen Bloggers Scott Alexander auf 2.700 Wörter gekürzt hat, argumentiert, dass rationalistische Blogbeiträge viel zu lang sind. Er weist darauf hin, dass Eliezer Yudkowskys „Sequences“ über eine Million Wörter umfassen und dass die meisten Beiträge im Ökosystem schmerzhaft lang und ermüdend sind.

Der Autor glaubt, dass diese Gemeinschaft Weitschweifigkeit als Ersatz für Gründlichkeit betrachtet. Blogger neigen dazu, Schichten von Details und Nuancen hinzuzufügen, anstatt die ein oder zwei Grundannahmen zu hinterfragen, mit denen sie beginnen, oder ihren philosophischen Horizont über die in ihrer eigenen Subkultur beliebten Texte hinaus zu erweitern. Als Beispiel nennt er einen 9.000 Wörter langen Text von Gwern mit über 100 Referenzen, der behauptet, Nikotin sei nicht süchtig machend und sei gesund, sofern man nicht rauche, eine Behauptung, die der Autor für falsch hält.

Im Zentrum der Kritik steht ein Mangel an Weisheit, die der Autor als Urteilskraft definiert: ein Gespür dafür, welche Ideen ernsthafte Auseinandersetzung verdienen, und das Wissen, was gesagt werden muss. Der Autor argumentiert, dass die Gemeinschaft gesunden Menschenverstand und überlieferte Traditionen unterschätzt und eine starke Neigung zu unkonventionellen, gegenkulturellen Ideen zeigt, indem sie den Umfang der Literatur zu heterodoxen Ansichten als Beleg dafür betrachtet, dass diese ernsthafte Aufmerksamkeit verdienen.

Quelle: Hacker News · Zusammengefasst von HeadlinesBriefing