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Südkoreas Präsident Lee lehnt Trumps Truppenanfrage ab

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Der südkoreanische Präsident Lee Jae Myung lehnte am Freitag jede militärische Beteiligung am Nahostkonflikt entschieden ab. Seine Äußerungen folgten dem wiederholten Druck der Trump-Regierung, die Seoul aufgefordert hatte, „ein wenig Hilfe“ im Krieg gegen Iran zu leisten. Lee betonte, dass Südkorea weder Truppen noch militärische Assets einsetzen würde, um die von den USA geführte Aktion zu unterstützen. Stattdessen erklärte er, dass Seoul erwäge, den Einsatzbereich eines derzeit vor der Küste Somalias für Anti-Piraterie-Operationen eingesetzten Marine-Zerstörers zu erweitern, wobei ihr Schwerpunkt weiterhin auf dem Schutz von Handelsschiffen liegen würde.

Diese diplomatische Spannung unterstreicht eine breitere Belastung in der Beziehung zwischen den USA und Südkorea. Präsident Trump hat Lee öffentlich verspottet, weil Seoul sich weigert, die Straße von Hormus zu verteidigen, und ihm erinnert, dass die US-Militäranwesenheit Südkorea vor Nordkorea schützt. Trump scherzhaft bemerkte, dass Lees Ablehnung die Frage aufwirft: „Warum sind wir dabei, dir zu helfen?“

Inländisch ist Lees Zustimmungswert auf ein neues Tief von 37 Prozent gefallen. Seine Regierung sieht sich mit Kritik wegen steigender Wohnkosten und stockender Reformen konfrontiert. Die Opposition wirft ihm vor, eine Verfassungsänderung für eine zweite Amtszeit anzustreben, was Lee bestreitet, beabsichtigt zu haben. Seine Präsidentschaft bleibt zudem von ausgesetzten Strafverfahren wegen Vorwürfen wie Wahlrechtsverstößen belastet.

Obwohl Trump kürzlich gemeinsame Militärübungen als „kostspielig“ und „unangemessen“ reduziert hat, behält Lee bei, dass selbst wenn marine Assets näher ans Rote Meer rücken, sie nicht an Operationen teilnehmen werden, die den Krieg gegen Iran unterstützen.