HeadlinesBriefing favicon HeadlinesBriefing.com

CTE-Krise in der NFL: Warum schaltet OSHA nicht ein?

New York Times Top Stories •
×

Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass 25 % der ehemaligen NFL-Spieler, die in einem kürzlichen sechs-Jahres-Zeitraum verstorben sind, an chronischer traumatischer Enzephalopathie (CTE) litten, einer degenerativen Gehirnerkrankung, die durch wiederholte Kopfverletzungen verursacht wird. Ehemalige OSHA-Administratoren David Michaels und Adam Finkel bezeichneten diese Rate als „erstaunlich hoch“ und „apokalyptisch hoch“, wobei sie darauf hinwiesen, dass ein Risiko von 1 % normalerweise eine Epidemie-reaktion auslösen würde. Doch OSHA hat niemals die Arbeitsplatzsicherheit im Football angesprochen. Doug Parker, Leiter von OSHA unter der Biden-Regierung, erklärte, dass die Behörde „keine Durchsetzungsmaßnahmen gegenüber Profisportlern ergreift“.

Ehemalige Beamte nennen die politische Macht der NFL und die Popularität des Footballs als Hindernisse. Michaels sagte, ein Eingreifen wäre „schädlich für die Behörde“ aufgrund möglicher öffentlicher Gegenreaktionen, während Parker die Notwendigkeit eines Kongressmandats betonte. Zusätzlich besteht eine wissenschaftliche Hürde: CTE entsteht durch wiederholte subkoncussive Schläge, die inherent im Tackle-Football sind, und es gibt keine einfache technische Lösung wie Lüftung oder Schutzkleidung. Die einzige sichere Prävention wäre die Beseitigung von Kollisionen, was das Spiel grundlegend verändern würde. OSHA, gegründet 1970 unter Präsident Richard Nixon, steht vor einem einzigartigen Dilemma, bei dem die Gefahr das Produkt selbst ist.

Wichtige Entitäten: Unternehmen: NFL, Occupational Safety and Health Administration, Arbeitsministerium | Personen: Doug Parker, David Michaels, Adam Finkel, Brett M. Kavanaugh, Richard Nixon | Standorte: Vereinigte Staaten

Häufig gestellte Fragen: Warum reguliert OSHA die Sicherheit von NFL-Spielern nicht trotz hoher CTE-Raten?

OSHA vermeidet die Regulierung von Profisport aufgrund des politischen Einflusses der NFL, der kulturellen Popularität des Footballs, des Fehlens eines Kongressmandats und der grundlegenden Herausforderung, dass die Gefahr — wiederholte Kopfkollisionen — inhärent zum Spiel selbst ist, wodurch keine durchführbare technische Lösung zur Risikominderung existiert, ohne den Sport abzuschaffen.