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Nepal-Flut: 2.500 Vermisste, Massenbestattungen

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Fünf Tage nach einem Gletschereinbruch, der katastrophale Fluten im nördlichen Nepal und Tibet auslöste, begannen die Behörden in Bharatpur mit Massenbestattungen von 270 nicht identifizierten Leichen, die an Flussufern über 100 Meilen flussabwärts geborgen wurden. Bis Sonntagabend waren fast 800 Leichen gefunden worden, während mehr als 2.500 Menschen weiterhin vermisst werden — weit über das kritische 72-Stunden-Rettungsfenster hinaus. Die Katastrophe riss Dorfbewohner, Wasserkraftwerksarbeiter und Touristen aus fast drei Dutzend Ländern auf religiösen Pilgerreisen mit sich.

Rettungsbemühungen konzentrieren sich auf Tunnel großer Wasserkraftprojekte in Rasuwa und Nuwakot. Die nepalesische Armee, unterstützt von indischen Teams, gelangte am Sonntag in einen Tunnel, fand ihn jedoch überflutet ohne Lebenszeichen vor. Thermaldrohnen entdeckten keine Überlebenden in einem zweiten Tunnel. Brigadegeneral Raja Ram Basnet bestätigte die düstere Aussicht.

Nepals begrenzte Infrastruktur verschärfte die Krise. Die Leichenhallen in Chitwan fassen nur drei Dutzend Leichen, was Beamte zwang, eine Regierungshalle mit nur einer Klimaanlage zu nutzen. Polizeichef Rameshwor Poudel sagte, nur etwa ein Dutzend Leichen seien identifiziert worden. Der leitende Verkehrspolizist Anil Thapa meldete täglich 15-20 neue Leichenfunde und warnte, die Bergung "werde monatelang andauern". Fast ein Dutzend Leichen wurden in Indien angeschwemmt, was die gewaltige Kraft der Flut unterstreicht.