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US-Staatsanleihenrenditen: 19-Jahres-Hoch

Financial Times Markets •
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Der Haushaltsdruck in den USA nimmt zu, wobei der Zinssatz für 30-jährige Staatsanleihen ein 19-Jahres-Hoch von 5,35 Prozent erreicht hat. Historisch große Defizite, die derzeit bei sechs Prozent des BIP liegen, haben die Zinszahlungen auf 3,2 Prozent des BIP verdoppelt, wobei die jährliche Rechnung eine Billion Dollar übersteigt—16 Prozent mehr als die Verteidigungsausgaben. Diese Krise resultiert aus einem grundlegenden Wechsel darin, wer die US-Schulden hält.

Vor neunzehn Jahren hielten preisunempfindliche Investoren wie Zentralbanken 76 Prozent davon; heute ist dieser Anteil auf 43 Prozent gesunken. Die Mehrheit befindet sich jetzt in den Händen von preisempfindlichen Investoren wie Haushalten und Investmentfonds, die höhere Renditen verlangen, während die Schulden wachsen und die Inflation den Wert auffrisst. Dieser Wechsel wird weitgehend durch die Reduzierung der gemeldeten Bestände Chinas und Japans getrieben.

China hat sich in Gold diversifiziert, während Japans Anteil von 18 Prozent im Jahr 2004 auf vier Prozent gefallen ist, aufgrund einer Verlangsamung der Reservenakkumulation. Darüber hinaus hat die globale Reservenakkumulation seit den frühen 2000er Jahren abgebremst. Da zuverlässige ausländische Käufer weniger werden, verlangen neue private Investoren höhere Renditen, um das erhöhte Angebot aufzunehmen.

Diese Dynamik erzeugt eine gefährliche Rückkopplungsschleife: höhere Zinskosten erhöhen das Defizit, was eine weitere Emission notwendig macht, die wiederum die Zinssätze weiter nach oben treibt. Experten warnen, dass die Fortsetzung der Bilanzreduzierung der Federal Reserve, sollte Kevin Warsh den Vorsitz übernehmen, diese Preisspitzen verschlimmern könnte und über das kommende Jahrzehnt hinweg Billionen an kumulativen Zinskosten hinzufügen würde.