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SRA prüft Gunnercooke im MFS-Fall

Financial Times Companies •
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Englands Rechtsaufsichtsbehörde hat eine formelle Untersuchung gegen die Anwaltskanzlei Gunnercooke eingeleitet wegen ihrer Tätigkeit für Unternehmen, die mit dem Hypothekenanbieter Market Financial Solutions (MFS) verbunden sind, der Anfang dieses Jahres unter Betrugsvorwürfen zusammenbrach.

Die Solicitors Regulation Authority eröffnete die Ermittlungen im Juni nach Analyse der Beziehung von Gunnercooke zu Twinwin, einem Kreditgeber, der nun insolvent ist und von Gläubigern beschuldigt wird, betrügerisches Fehlverhalten ermöglicht zu haben. Verwalter werfen Gunnercooke vor, Schuldurkunden für Twinwin zertifiziert zu haben, das angeblich vom MFS-Eigentümer Paresh Raja genutzt wurde, um Gelder von Gläubigern abzuzweigen, darunter Barclays. Raja weist jedes Fehlverhalten zurück und behauptet, es habe keinen Betrug gegeben.

Die SRA prüft, ob Gunnercooke Warnsignalen für Betrug nicht nachging und sich unzulässigerweise auf potenziell gefälschte Beweise stützte. Zu ihren Gläubigern zählen Barclays, Jefferies und Apollo's Atlas SP Partners, die MFS gemeinsam über 2 Mrd. Pfund verliehen. Der Zusammenbruch der Firma im Februar warf Bedenken über Underwriting-Standards bei globalen Finanzinstituten auf.

Gunnercooke, das 16 Büros in UK, USA, Deutschland und Österreich mit über 600 Mitarbeitern betreibt, erklärte, vollständig mit der SRA kooperiert zu haben, und wies jeden Vorwurf von Fehlverhalten zurück. Die Ermittlung fügt sich in die laufende Prüfung der Financial Conduct Authority und der Bank of England zu den an MFS beteiligten Parteien ein.

Wichtige Entitäten: Unternehmen: Gunnercooke, Market Financial Solutions, Twinwin, Barclays, Jefferies, Atlas SP Partners, Bath & West Finance 2 Ltd | Personen: Paresh Raja, Euan Healy, Suzi Ring, Khemanand Hurhangee, Roula Khalaf | Orte: London, Mayfair, UK, USA, Deutschland, Österreich