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Pakistanische Farmen: Pathogen-Schwämme für Superbugs

Financial Times Companies •
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Michael Peel und Susannah Savage in London und Humza Jilani in Faisalabad berichten über Geflügelfarmen in Pakistans Punjab, die als „Pathogen-Schwämme“ für Superbugs fungieren. Adnan Shoukat, ein ausgebildeter Tierarzt in Faisalabad, setzt Biosicherheitsmaßnahmen ein, darunter Zitronensäure-behandeltes Wasser und Desinfektionsmittel, um den Antibiotikaeinsatz pro Huhn um 25 % zu senken. Zwar ist das Bewusstsein für die Schäden durch Antibiotikaübergebrauch gewachsen, doch Experten warnen, dass der Kampf gegen medikamentenresistente Bakterien andauert.

Forscher des in Großbritannien ansässigen Ineos Oxford Institute stellten fest, dass dicht besiedelte Hühnerherden bakterielle Stämme aus mehreren Quellen aufnehmen und verstärken. Alle Geflügelfarmen in einer Punjab-Studie von 2023 nutzten Antibiotika, 60 % ohne Verschreibung und fast die Hälfte zur Wachstumsförderung. Die Farmen verließen sich stark auf Colistin und Fluorchinolone — Medikamente, die für die Humanmedizin kritisch sind.

Übermäßiger Gebrauch züchtet bakterielle Resilienz, da resistente Stämme überleben und sich vermehren. Intensive Tierhaltung ermöglicht auch zoonotischen Übertrag, indem sie Tiere in enge Nähe zu Menschen und zueinander zwingt. Sir Peter Piot merkt an, dass resistente Bakterien den Markt erreichen können, ohne Geflügel zu töten. Illegale Antibiotikaverteilung auf Dorfmärkten und nicht offengelegte Futterzusätze verschärfen die Krise und treiben ein jährliches Wachstum von 10 % in Pakistans Hühnerproduktion im vergangenen Jahrzehnt an.

Wichtige Entitäten: Unternehmen: Ineos Oxford Institute | Personen: Adnan Shoukat, Sir Peter Piot, Mashkoor Mohsin Gilani | Orte: Faisalabad, Punjabi, Pakistan, London