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Neoclouds verstärken KI-Risiken

Financial Times Companies •
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Neoclouds wie Core Weave vermieten Server und Chips für KI-Computing, leasen aber oft ihre eigenen Einrichtungen und verlassen sich auf Garantien von Chip-Herstellern und Lieferantenkredite. Trotz kleinerer Vermögenswerte ist die Nachfrage hoch—Nscale hat kürzlich einen Sechs-Jahres-Vertrag über 45 Milliarden Dollar mit Anthropic abgeschlossen. Das in London ansässige Startup, bewertet mit 14,6 Milliarden Dollar, steht vor dem Börsengang, mit Vorstandsmitgliedern wie Sheryl Sandberg und Nick Clegg. Die Aktien von Core Weave haben sich seit dem Börsengang mehr als verdoppelt, und Nebius ist dreimal gestiegen.

Allerdings drohen Risiken. Wenn die Nachfrage nach KI-Infrastruktur hinter den Erwartungen zurückbleibt oder die Preise fallen, könnten die Folgen schwerwiegend sein. Chip-Hersteller wie Nvidia agieren als Lieferanten, Investoren und Garanten, was ein zirkuläres Engagement schafft—ähnlich dem Dotcom-Crash. Langfristige Mietverträge, einige über 10 Jahre, können Kosten festschreiben, während Technologie schnell veralten kann, da Nvidias Chips wie alte Nokia-Handys altern könnten.

Kündigungsklauseln bieten etwas Flexibilität—der Vertrag von Anthropic und x AI kann mit einer Frist von 90 Tagen gekündigt werden. Dennoch ist die darwinistische Natur des Sektors offensichtlich: Unternehmen wie Nscale und Ionic Digital sind zuvor vom Krypto-Mining abgewichen. Sie müssen sich möglicherweise erneut anpassen, aber vorerst geht der Neocloud-Boom weiter, angetrieben von KIs unersättlichem Bedarf an Rechenleistung.

Wichtige Entitäten: Unternehmen: Core Weave, Nscale, Anthropic, Meta Platforms, Nvidia, Nebius, x AI, Ionic Digital | Personen: Sheryl Sandberg, Nick Clegg | Standorte: London, USA, Niederlande