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Was ist Dekton? Die Geschichte des Porzellans

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Dies ist unser fünfter Artikel aus Ausgabe 26, die letzte Woche an die Print-Abonnenten verschickt wurde. Darin erklärt Charles C Mann, wie er gelernt hat, Porzellan zu lieben. Der Text beginnt mit der Frustration eines Küchengeräte-Enthusiasten, der sich ein teures Induktionskochfeld gekauft hatte, bei dem jedoch die notwendige glatte Kochfläche über den Kochzonen fehlte. Diese Fläche musste separat bei einem anderen Unternehmen erworben werden und durfte kein gewöhnliches Einscheibenglas sein. Stattdessen bestand sie aus Dekton, einem Material, das etwa fünfmal so viel kostete wie Einscheibensicherheitsglas, das üblicherweise rund 30 Dollar pro Quadratfuß kostet.

Auf die Frage, was Dekton ist, gibt es zwei Antworten. Die erste lautet, dass es sich um ein künstliches Material handelt, das 2013 vom spanischen Unternehmen Cosentino erfunden wurde. Es ist hitze-, druck-, kratz-, bruch- und fleckenbeständig, eine Hightech-Substanz, die vor dreißig Jahren kaum herstellbar gewesen wäre. Die zweite Antwort lautet, dass Dekton im Grunde Porzellan ist. Porzellan gehört zu den ältesten Hochtechnologien der Menschheit, denn erste Vorformen entstanden vor mehr als dreitausend Jahren, und zugleich zählt es zu den neuesten Technologien. Heute erlebt Porzellan eine Renaissance, da Hochleistungskeramiken eine zentrale Rolle beim Fortschritt der Materialwissenschaft spielen.

Die Materialwissenschaft hat die gebaute Umwelt still verwandelt und die Wände um uns herum auf nahezu unsichtbare Weise verändert. Der Drang, neue Arten von Materie zu schaffen, hat die Geschichte der Menschheit seit jeher geprägt. Die Anfänge des Porzellans liegen bei Töpfern im Norden Chinas, die mit Kaolin experimentierten, einem feinen, kreidefarbenen Ton. Dieser weiche, weiße Schlamm extremen Temperaturen auszusetzen, führte zu verblüffenden Veränderungen. Gewöhnlicher Ton besteht aus unzähligen mikroskopisch kleinen Kristallen, und beim Erhitzen im Brennofen lösen sich die Hydroxylgruppen, während sich die Kristalle zu stabilen, ineinander verzahnten nadelförmigen Strukturen neu ordnen.

Kaolin ist reich an Kaolinit, einem Mineral aus Aluminium, Silizium, Sauerstoff und Wasserstoff. Beim Erhitzen verliert auch Kaolinit seine Hydroxylgruppen und ordnet seine Struktur neu, wodurch das langlebige Material entsteht, das zum Porzellan wurde.

Quelle: Hacker News · Zusammengefasst von HeadlinesBriefing