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Chinas Ölimportrückgang und wirtschaftliche Resilienz

Wall Street Journal Markets •
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Der starke Rückgang der chinesischen Rohölimporte war entscheidend dafür, die globalen Ölpreise seit Kriegsbeginn niedrig zu halten. Die Käufe sanken um fast 50%, von rund 11 Millionen Barrel pro Tag auf deutlich niedrigere Werte, doch die Wirtschaft überstand dies durch gezielte Anpassungen. Mehrere neue Faktoren erklären dieses Ergebnis.

Strenge Beschränkungen für Kraftstoffexporte zwangen chinesische Raffinerien, die Verarbeitungstätigkeit zu reduzieren, wobei die durchschnittlichen Auslastungsraten ihren tiefsten Stand seit der Pandemie erreichten. Höhere Kerosinkosten reduzierten gleichzeitig den Inlandsflugverkehr, während robuste Personenverkehrsnetze und die rasche Einführung von Elektrofahrzeugen die traditionelle Kraftstoffnachfrage stetig senkten.

Die Behörden kompensierten dies durch die Nutzung massiver Lagerbestände und die Beschleunigung von Kohle-zu-Chemikalien-Projekten. Regionen mit billigem Kohle verdoppelten die Produktion von synthetischem Diesel und Naphtha und schufen so einen entscheidenden Puffer gegen Marktschwankungen. Experten weisen darauf hin, dass Chinas Fähigkeit, die Störung zu verkraften, stark von seinen weitreichenden, nicht öffentlich gemachten strategischen Erdölreserven abhängt, die den steilen Importrückgang erfolgreich maskierten, ohne inländische Engpässe auszulösen.