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Trump-Regierung will das Artenschutzgesetz aushöhlen

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Laut einem internen Memo, das The New York Times erhalten hat, will die Trump-Regierung still einen Kernschutz des Artenschutzgesetzes streichen. Nach einer neuen Auslegung wären nur Handlungen, die speziell darauf abzielen, ein Tier zu treffen, illegal, nicht aber versehentliche Tötung oder Verletzung.

Die Änderung wäre transformativ, weil in den Vereinigten Staaten die Tötung gefährdeter Tiere fast immer beiläufig während wirtschaftlicher Aktivitäten erfolgt. Bisher konnten Industrien für vorhersehbare Todesfälle zur Rechenschaft gezogen werden, was sie dazu anregte, Schaden zu vermeiden. Das von Brian Nesvik, Direktor des U.S. Fish and Wildlife Service, unterzeichnete Memo definiert neu, was es bedeutet, ein gefährdetes Tier zu "entnehmen".

"Ein Schiff, das versehentlich einen Wal rammt, hat ihn nicht entnommen, weil der Kurs des Schiffes nicht gegen den Wal gerichtet war", heißt es in dem Memo. Es scheint das derzeitige Genehmigungssystem umzustoßen, das Schutz und wirtschaftliche Aktivität ausbalanciert.

"Dies ist wirklich ein Angriff auf das Gesetz, wie wir ihn noch nie gesehen haben", sagte Andrew Mergen, Rechtsprofessor an der Harvard University. Der Schritt folgt der Entscheidung der Regierung vom Juli, die Definition von "Schaden" im Gesetz aufzuheben.

Wichtige Entitäten: Unternehmen: New York Times, U.S. Fish and Wildlife Service, Interior Department, Justice Department, Harvard University | Personen: Brian Nesvik, Andrew Mergen | Orte: Vereinigte Staaten, Cape Cod, Mass.