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Vogelgrippe Australien: H5N1 erreicht Säugetiere

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Die Vogelgrippe fegt über Australien hinweg und dezimiert einzigartige Vogel- und Säugetierpopulationen, die es nirgendwo sonst auf der Welt gibt. Massensterbeereignisse haben mehr als 1.000 Vögel getötet, und die Krankheit ist auf Robben übergesprungen, was Befürchtungen weiterer Todesfälle aufkommen lässt. Australien bestätigte im Juni seinen ersten H5N1-Fall bei einem ziehenden Braunskua an der Südküste. Seitdem hat sich die Krankheit rasch ausgebreitet, mit 309 bestätigten Vogelgrippe-Ereignissen landesweit. Der Bundesstaat Südaustralien ist am schlimmsten betroffen, mit 194 Ereignissen, darunter der Tod von über 1.000 Haubenseeschwalben auf drei abgelegenen Inseln.

Umweltminister Murray Watt warnte, dass Massensterben von Vögeln und Säugetieren wahrscheinlich seien, und rief die Australier auf, realistisch in Bezug auf die Krise zu sein. Bisher wurde die Krankheit nicht in Geflügel oder auf Farmen nachgewiesen, und das Risiko für Menschen bleibt gering. Die Behörden rieten der Öffentlichkeit, betroffene Tiere nicht anzufassen, sondern sie zu fotografieren und Sichtungen über offizielle Hotlines zu melden.

Euan Ritchie, Professor für Wildtierökologie an der Deakin University, äußerte Besorgnis über die Geschwindigkeit des Ausbruchs und merkte an, dass Australiens Tierwelt in Isolation evolvierte, was sie für neue Pathogene anfällig macht. Die australische Regierung hat begonnen, gefährdete Arten zu impfen, darunter 5.000 Zwergpinguine in Victoria, während Millionen an Finanzmitteln für Überwachung und Reaktion bereitgestellt wurden. Einige Experten, darunter Ariful Islam von der Charles Sturt University, kritisierten den Rollout jedoch als zu langsam und betonten, dass Impfstoffe keine Wunderwaffe für Wildvögel sind. Freiwillige wie Maureen Christie helfen, Vogeltode entlang der Küste zu dokumentieren.