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Ryanair kürzt Winterkapazität; Konkurrenten profitieren

Financial Times Companies •
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Ryanairs Entscheidung, 2 Millionen Sitze aus dem Winterflugplan zu streichen, wird anderen europäischen Airlines, die mit saisonalen Verlusten konfrontiert sind, Erleichterung verschaffen. Erstmals seit der Pandemie erhöht die Airline ihre Kapazität zwischen November und März nicht, sondern prognostiziert 214 Millionen Sitze für das gesamte Geschäftsjahr — ein Anstieg von 3 % und das geringste jährliche Wachstum seit einem Jahrzehnt. Der Schritt, getrieben durch hohe Kerosinpreise von durchschnittlich 152 Dollar pro Barrel aufgrund des US-Iran-Kriegs, der die Golfversorgung stört, zielt darauf ab, Ryanair bis zu 100 Millionen Euro zu sparen, obwohl der größte Teil des Treibstoffs bei 67 Dollar pro Barrel abgesichert ist.

Konkurrenten wie easyJet könnten profitieren, da das reduzierte Winterangebot den branchenweiten finanziellen Druck mindert. Airline-Chefs weisen darauf hin, dass spätere Buchungen, befeuert durch geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheit, ebenfalls die Gewinne drücken. Ryanair-CEO Michael O’Leary warnte, dass schwächere Carrier scheitern könnten, wenn die Treibstoffpreise hoch bleiben.

Zwar schützen die Kürzungen die Rentabilität, doch sie könnten die Optionen für Passagiere einschränken. Der Wandel spiegelt einen branchenweiten Fokus wider, Margen statt Marktanteile zu schützen, ein Thema, das in jüngsten Gewinnkonferenzen widerhallte.