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KKR setzt auf eigene Bilanz mit USI-Verkauf für 17 Mrd. USD

Financial Times Companies •
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Die Private-Equity-Firma KKR unterscheidet sich dadurch, dass sie ihr eigenes Kapital neben Kundenfonds investiert, eine Strategie, die sich mit der Montagsmitteilung auszahlt, dass USI Insurance Services an Aon für 17 Mrd. USD verkauft wird. KKR wird einen nachsteuerlichen Cash-Gewinn von 3,3 Mrd. USD aus dem Bilanzanteil von USI erzielen, wodurch der Aktienkurs nahezu um 2% steigen wird und die Marktkapitalisierung um nahezu 2 Mrd. USD erhöht wird. Während Verwaltungsgebühren und Carried Interest weiterhin die Hauptwerttreiber von KKR bleiben, hat das Unternehmen seit 2015 zunehmend seine eigene Bilanz eingesetzt, hauptsächlich über seine Lebensversicherungs-Tochtergesellschaft Global Atlantic. Die gesamten Bilanzvermögen sind von lediglich 50 Mrd. USD Ende 2018 auf über 400 Mrd. USD gestiegen.

Die Führungskräfte von KKR haben das Modell mit dem von Warren Buffett und Berkshire Hathaway verglichen. Der jährliche operative Gewinn von USI ist seit der Übernahme durch KKR im Jahr 2017 um 13% gestiegen, was Buffetts historischer Buchwertverzinsung entspricht. Obwohl die Marktkapitalisierung von Berkshire Hathaway mit 1 Billion USD die von KKR deutlich übertrifft, passt die Strategie zu einer börsennotierten Private-Equity-Firma. Das Bilanzportfolio von KKR umfasst 1-800 Contacts und Arnott's Biscuits, die im letzten Jahr 200 Mio. USD an Dividenden erwirtschaftet haben mit einem Ziel von 1 Mrd. USD für 2030.

Dieser Ansatz stellt KKR in eine Linie von Konglomeraten wie GE, Honeywell und Danaher, die Wert durch direkten Besitz aufgebaut haben. Während Private-Equity-Fonds höhere Renditen verlangen, bietet KKRs Eigeninvestitionsmodell eine überzeugende Alternative für öffentliche Aktionäre.

Wesentliche Entitäten: Unternehmen: KKR, USI Insurance Services, Aon, Global Atlantic, Berkshire Hathaway, 1-800 Contacts, Arnott's Biscuits, GE, Honeywell, Danaher | Personen: Warren Buffett

Häufig gestellte Fragen: Wie unterscheidet sich KKRs Bilanzinvestition vom traditionellen Private Equity?

Traditionelle Private-Equity-Firmen verwalten hauptsächlich Drittkapital und erzielen Gebühren, während KKR zunehmend eigene Bilanzvermögen — jetzt über 400 Mrd. USD — in Unternehmen wie USI, 1-800 Contacts und Arnott's Biscuits investiert, wodurch direkte Investmentrenditen und Dividenden zusätzlich zu Gebühreneinnahmen erzielt werden.