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Sprachenlernen gut fürs Gehirn?

Ars Technica •
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Das Alter verändert die Art und Weise, wie Sprachen gelernt werden, aber Erwachsene bleiben ein Leben lang fähig, neue Sprachen zu lernen. Erwachsene und Kinder bringen unterschiedliche Stärken in die Aufgabe ein. Kinder haben tendenziell Vorteile bei der Aussprache und manchen Aspekten der Grammatik, während Erwachsene größere Wortschätze und besser entwickelte Lernstrategien mitbringen. Forschungen mit älteren Erwachsenen deuten darauf hin, dass das Erlernen einer Sprache kognitive Vorteile bringen kann, obwohl die Ergebnisse gemischt sind. Der potenzielle Nutzen kommt möglicherweise weniger vom Erreichen von Flüssigkeit als vom Lernprozess selbst.

Sprachenlernen ist eine anhaltende Herausforderung, die Menschen am Lernen, Üben und Anpassen hält. Es gibt auch soziale Vorteile. Das Erlernen einer weiteren Sprache kann das kulturelle Verständnis vertiefen, die zwischenmenschliche Kommunikation verbessern und Menschen ermutigen, sich in die Perspektiven und Erfahrungen anderer hineinzuversetzen. Es kann auch Menschen mit anderen aus unterschiedlichen sprachlichen und kulturellen Hintergründen verbinden und Gelegenheiten für Gespräche und Freundschaften schaffen.

Es gibt keine festgelegte Formel dafür, wie viel Sprachenlernen nötig ist, um diese Vorteile zu erzielen. Studien haben alles genutzt, von intensivem Unterricht im Klassenzimmer bis zu kurzen täglichen Sitzungen mit Sprachlern-Apps, über Zeiträume von Wochen bis Monaten, um zu prüfen, ob Sprachenlernen die kognitive Funktion verbessern kann. Statt einer magischen Stundenzahl kommt es möglicherweise auf nachhaltiges Engagement in einer fordernden Aktivität wie dem Erlernen einer neuen Sprache an.

Aufbau kognitiver Resilienz Das Erlernen einer weiteren Sprache ist kein Wundermittel gegen Altern und kann keinen Schutz vor Alzheimer oder anderen Demenzformen garantieren. Aber es ist eine ungewöhnlich reiche Form geistiger Aktivität. Vielleicht ist die nützlichste Art, über Sprachenlernen nachzudenken, nicht als Weg, das Gehirn jung zu halten, sondern als Weg, kognitive Resilienz zu unterstützen — die Fähigkeit, trotz der Veränderungen, die mit dem Alter kommen, weiterzulernen, sich anzupassen und zu funktionieren. Altern verändert das Gehirn unweigerlich, aber Menschen behalten die Fähigkeit, ein Leben lang zu lernen. Unsere Gehirne durch anspruchsvolle neue Aktivitäten beschäftigt zu halten, kann zu dieser Resilienz beitragen. Karen Stollznow, Senior Research Fellow Linguistik, University of Colorado Boulder; Griffith University; University of New England. Dieser Artikel wird unter einer Creative-Commons-Lizenz von The Conversation wiederveröffentlicht. Lesen Sie den Originalartikel.