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Türkischer Student wegen pro-palästinäßer Kolumne verhaftet

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Ein beunruhigendes Video aus der Trump-Ära zeigt Zivilpolizisten, die Rumeysa Ozturk umgeben und verhaften, eine türkische Doktorandin an der Tufts University, die rechtmäßig mit einem Studentenvisum im Land war. Die Verhaftung erfolgte nachdem sie eine Meinungsartikel (Op-Ed) mitverfasst hatte, in der die Universität aufgefordert wurde, das, was die Autorinnen und Autoren den „palästinensischen Völkermord“ nennen, anzuerkennen und Investitionen in Unternehmen mit Verbindungen zu Israel zurückzuziehen. Trotz des politischen Charakters der Äußerung nahmen Bundesbehörden Ozturk in Haft und versuchten, sie abzuschieben. Richter William Sessions ordnete ihre Freilassung gegen Kaution an und erklärte, dass es keinerlei Beweise für Fehlverhalten gebe, die über den Op-Ed hinausgehen. In einer bedeutenden rechtlichen Entwicklung erklärte Noël Wise, eine Bundesrichterin in Kalifornien, die zur Bekämpfung von Ozturk und Hunderten anderer Studentenvisa-Inhaber aufgrund geschützter Rede eingesetzten Bundesgesetze für verfassungswidrig. Richterin Wise stützte sich dabei auf die Erkenntnisse aus *American Association of University Professors v. Rubio*, wo Richter William Young entschied, dass die Verwaltung Nichtbürger ausschließlich aufgrund politischer Rede festhielt und abschob, ein Verhalten, das sie als „verfassungswidrig“ und „praktisch unbekannt in unserer verfassungsrechtlichen Tradition“ bezeichnete. Laut Berichten nutzte die Verwaltung Recherchen der pro-israelischen Organisation Canary Mission, um eine Liste von etwa 5.000 Personen zu erstellen, die an Israel-bezogenen Protesten beteiligt waren, und bildete ein „Tiger-Team“, um diese Liste zu prüfen. Diese Maßnahmen haben ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Meinungsfreiheit und des Verfahrensrechts gemäß dem Ersten Verfassungszusatz geweckt.

Wesentliche Entitäten: Unternehmen: Tufts University, Canary Mission | Personen: Rumeysa Ozturk, Sunil Kumar, Richter William Sessions, Noël Wise, Richter William Young, Trump | Orte: Vereinigte Staaten, Türkei, Kalifornien

Häufig gestellte Fragen: War die Verhaftung von Rumeysa Ozturk rechtmäßig gerechtfertigt?

Nein. Bundesrichter stellten fest, dass ihre Verhaftung und Inhaftierung ausschließlich auf ihrer Teilnahme an geschützter politischer Rede beruhte, konkret auf der Mitverfassung eines Meinungsartikels (Op-Ed), was gegen den Ersten Verfassungszusatz verstößt.