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Gettysburg-Reporter: nationale und persönliche Verluste

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Nach der Schlacht von Gettysburg watete der New-York-Times-Kriegsberichterstatter Samuel Wilkeson Jr. durch das regendurchweichte Schlachtfeld in Pennsylvania auf einer einsamen Suche. Er suchte seinen jugendlichen Sohn Bayard, einen Unionsleutnant, dem man nachsagte, das Bein sei weggesprengt worden.

Wilkeson glaubte, dass die Niederlage der Konföderation notwendig sei, um die Sklaverei zu beenden, doch der menschliche Preis lag verstreut vor ihm. Er fand seinen Sohn im Schlamm, und Trauer und Pflicht verschmolzen zu einer einzigen Kraft. Zwei Tage später veröffentlichte The Times seinen Augenzeugenbericht, der als einzigartiges Stück amerikanischen Journalismus gilt, das das Intime mit dem Universellen verwebt.

Seine Depesche, veröffentlicht am 6. Juli 1863, mag die Gettysburg Address informiert haben, die vier Monate später von Präsident Abraham Lincoln gehalten wurde. "Meine Feder ist schwer", schrieb Wilkeson. Als Star-Reporter mit Verbindungen zur Macht war er zum Washingtoner Büroleiter der New York Tribune aufgestiegen, bevor er zu The Times wechselte. Seine Frau Catherine war die Schwester von Elizabeth Cady Stanton. Chuck Raaschs 2016 erschienenes Buch "Imperfect Union" schilderte die Geschichte der Familie Wilkeson in Gettysburg und merkte an, dass Wilkeson Zugänge nicht nur pflegte, um Ereignisse zu dokumentieren, sondern um sie zu gestalten.