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Anleihemärkte treiben Zinsen, Zentralbanken unter Druck

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Die globalen Anleihemärkte treiben die Kreditkosten auf ihre höchsten Werte seit Jahrzehnten und signalisieren damit einen möglichen Übergang zu höheren Zinssätzen, den Analysten als dauerhafte Veränderung und nicht als vorübergehenden Ausreißer betrachten. Der Ausverkauf spiegelt wirtschaftliche Bedingungen wider, darunter eine höher als erwartet ausgefallene Inflation, ein robustes Wachstum und eine gestiegene Schuldenemission von Regierungen und Unternehmen. Hugh Gimber, globaler Marktstrategist bei J.P. Morgan Asset Management, erklärte: "Der Anleihemarkt [holt auf], um den aktuellen Zustand der Wirtschaft widerzuspiegeln."

Die Zentralbanken, einschließlich der Europäischen Zentralbank und der Federal Reserve, sind nun bereit, die Zinsen zu erhöhen, statt sie zu senken, da die Investoren signalisieren, dass sie höhere Zinssätze erwarten. Die marktgetriebenen staatlichen Kreditkosten haben in den USA, Japan, Deutschland und Großbritannien Zwei-Jahrzehnte-Höchststände erreicht. Zu den wichtigsten Treibern gehören der Krieg im Iran, der die Energiepreise nach oben treibt, hohe Staatsausgaben in verschuldeten Volkswirtschaften und Technologieunternehmen, die in diesem Jahr über 200 Milliarden Dollar an Schulden für die KI-Entwicklung ausgegeben haben.

Der Wettbewerb um Kapital zwischen Regierungen und Unternehmen verlagert die Macht auf die Investoren, die angesichts der Inflationssorgen höhere Renditen fordern. Während die Zentralbanken bei Zinserhöhungen geduldig waren, könnte der anhaltende Iran-Konflikt sie zum Handeln zwingen. Gimber merkte an, dass sie "nur eine begrenzte Zeit lang Geduld beanspruchen können", da die Finanzmärkte nun weitere Zinserhöhungen erwarten.

Wichtige Einheiten: Unternehmen: J.P. Morgan Asset Management | Personen: Hugh Gimber, Kevin M. Warsh | Standorte: Vereinigte Staaten, Japan, Deutschland, Großbritannien