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Bessent gegen die Bond-Vigilanten

New York Times Business •
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Vor fünfundzwanzig Jahren stellte ich einen Prototyp dieses Newsletters fertig, als die Anschläge vom 11. September unser Sicherheitsgefühl zerstörten. In den folgenden Wochen kam das Land zusammen. In einer weit weniger polarisierten Ära suchten Führungspersönlichkeiten, Gräben zu überbrücken, statt sie auszunutzen. Ich kann nicht umhin, mich zu fragen: Wie würden wir heute eine solche Krise bewältigen?

Der globale Anleiheverkauf hat sich verlangsamt, aber die Sorgen über steigendes Öl, Inflation und Schulden bleiben bestehen. Der monatelange Ausverkauf hat eine unbequeme Wahrheit offengelegt: Schnelle Interventionen scheinen gegen die sogenannten Bond-Vigilanten machtlos zu sein. Das könnte den Druck auf Finanzminister Scott Bessent und Kevin Warsh, den Fed-Vorsitzenden, erhöhen, während Anleger sich auf einen entscheidenden Inflationsbericht vorbereiten.

Bessent hat gesagt, er habe "einen großen Werkzeugkasten", um die Renditen zu senken. Beweisstück A: ein erweitertes Anleiherückkaufprogramm. Doch das Finanzministerium kaufte nur 5,19 Milliarden Dollar an langlaufenden Anleihen — unter den erwarteten 6 Milliarden Dollar — und die Renditen stiegen. Bessent spielte die Turbulenzen herunter und sagte Steve Bannon, der Markt für Staatsanleihen sei "in sehr guter Verfassung". Er schien auch die Händler herauszufordern: "Wenn einige der Bloomberg-Terminal-Brüder unzufrieden sind, ist das Pech."

"Die Bond-Vigilanten fordern Bessent heraus, die Bazooka einzusetzen", schrieben Analysten von Yardeni Research. Eine Zinserhöhung nächste Woche würde signalisieren, dass die Fed es mit der Inflationsbekämpfung ernst meint. Der Markt preist zwei Fed-Erhöhungen in diesem Jahr ein, die erste nächste Woche. Der Verbraucherpreisindex-Bericht am Freitag könnte diese Wahrscheinlichkeit erhöhen.

Wichtige Entitäten: Unternehmen: New York Times, Yardeni Research, Bloomberg, ABC, Federal Communications Commission, Reuters | Personen: Andrew Ross Sorkin, Bernhard Warner, Sarah Kessler, Michael J. de la Merced, Niko Gallogly, Brian O’Keefe, Sri Muppidi, Ian Mount, Scott Bessent, Kevin Warsh, Steve Bannon, Donald Trump, Jimmy Kimmel, James Talarico, Brendan Carr | Orte: New York, London, Texas