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Die US-Schuldenkrise: Ein chronisches Problem, kein akuter Notfall

Financial Times Markets •
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Die USA leiden unter einer chronischen Schuldenkrise, nicht unter einem akuten Notfall wie den Staatsbankrotten Argentiniens oder den Problemen Griechenlands in den 2010er Jahren, sondern unter einem langsam schwelenden Unglück, das jeder kommen sehen kann. Die von der Öffentlichkeit gehaltene Bundesverschuldung ist von 3,4 Billionen Dollar im Jahr 2000 auf 32,3 Billionen Dollar jetzt gestiegen, von 33,7 Prozent auf mehr als 100 Prozent des BIP in etwas mehr als 25 Jahren. Die Schuldenbedienungskosten haben sich verdoppelt, von 11 Prozent der Steuereinnahmen im Jahr 2000 auf 21,5 Prozent in den ersten 10 Monaten des aktuellen Haushaltsjahres.

Auch bei Vollbeschäftigung liegen die Defizite nahe bei 6 Prozent pro Jahr, wodurch das Schulden-BIP-Verhältnis jährlich steigen soll, was den Druck auf die Federal Reserve erhöht, die Zinsen zu senken. Die primären Staatsausgaben sind von 15,5 auf 19,9 Prozent des BIP gestiegen, getrieben durch Sozialversicherung, Medicare und Veteranenprogramme, während die Einnahmen von 20 Prozent auf 17,2 Prozent gefallen sind, teilweise aufgrund der Steuerkürzungen von Bush und den Steuerkürzungen von Trump im Jahr 2017. Das Center for American Progress schätzt, dass, wenn das Steuersystem der 1990er Jahre unverändert geblieben wäre, die US-Staatsverschuldung jetzt stabil wäre.

Der Finanzminister Scott Bessent hat eine Defizitreduzierung versprochen, doch seine Glaubwürdigkeit ist dünn. Das nun aufgelöste Department of Government Efficiency konnte keine Ausgabenkürzungen liefern, und Donald Trumps One Big Beautiful Bill Act hat Zolleinnahmen ausgegeben, ohne andere Steuern zu erhöhen. Bessents Versprechen von 3 Prozent Wachstum und 3 Prozent Defizit liegt bei etwa 2 Prozent und nahezu 6 Prozent jeweils. Die USA haben keinen sicheren Ausweg ohne erhebliche Ausgabenkürzungen oder Steuererhöhungen.

Wichtige Entitäten: Unternehmen: Federal Reserve, US Treasury, Department of Government Efficiency | Personen: Donald Trump, Scott Bessent, Chris Giles, Bush, Obama | Orte: Vereinigte Staaten, Argentinien, Griechenland

Häufig gestellte Fragen: Warum wird die US-Schuldenkrise als chronische Krise und nicht als akuter Notfall betrachtet?

Die US-Staatsverschuldung ist von 3,4 Billionen Dollar im Jahr 2000 auf 32,3 Billionen Dollar gestiegen, über 100% des BIP, mit einer Verdopplung der Schuldenbedienungskosten auf 21,5% der Steuereinnahmen. Im Gegensatz zu Argentinien oder Griechenland entwickelt sich die Krise langsam, ist aber sichtbar, getrieben durch strukturelle Defizite nahe bei 6 Prozent des BIP sogar bei Vollbeschäftigung.