HeadlinesBriefing favicon HeadlinesBriefing.com

Vier Lehren von Charles Goodhart

Financial Times Companies •
×

Huw van Steenis argumentiert, dass die politischen Fehlschläge der Zentralbanken auf schwache makroökonomische Modelle zurückzuführen sein könnten. Die große Finanzkrise, der post-pandemische Inflationsschub und der Zusammenbruch der Silicon Valley Bank haben diese Grenzen aufgezeigt. Während sich die Bank of England darauf vorbereitet, eine Konferenz auszurichten, die Charles Goodhart ehrt, der im Oktober 90 Jahre alt wird, zieht van Steenis vier Lehren daraus.

Erstens sind Institutionen wichtig. Banken sind keine reibungslosen Leitungen; ihre Bilanzen und Anreize prägen die Geldpolitik. Der Zusammenbruch der Silicon Valley Bank zeigt, dass diese Lehre nicht vollständig verinnerlicht wurde.

Goodhart sagt, dass jeder Geldpolitische Ausschuss Mitglieder enthalten sollte, die die Funktionsweise von Finanzintermediären verstehen. Die Antwort auf die Bankenmonokultur ist eine größere Vielfalt zwischen öffentlichen und privaten Märkten, nicht weniger Regulierung. Zweitens können finanzielle Drucke die Preisstabilität untergraben. Öffentliche Schulden und Defizite, wiederholte Krisen und Populismus haben die Unabhängigkeit der Zentralbanken seit dem Zeitraum vom Ende der 1980er Jahre bis 2008 geschwächt.

Die neuen Task Forces der Federal Reserve sind wichtig, weil sie KI bewerten und Daten sowie Modelle verbessern. Drittens müssen wirtschaftliche Modelle das Scheitern als Merkmal des Kapitalismus berücksichtigen. Schließlich könnte die Demografie stärker sein als die Debatten, die die Zentralbanker beschäftigen.