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Konsumaktien unter Druck vor möglicher Fed-Zinserhöhung

Bloomberg Markets •
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Konsumdiskretionäre Aktien haben 2026 den breiteren Markt unterperformt, wobei der S&P 500 Konsumdiskretionär-Index um 5,2% fiel, während Aktien insgesamt um 11% stiegen. Inflation, schwaches Lohnwachstum und steigende Versand- und Produktionskosten belasten die Verbraucher. Eine mögliche Zinserhöhung der Federal Reserve am Mittwoch könnte die Situation verschlimmern, indem sie die Kapitalkosten für verbrauchernahe Unternehmen erhöht.

Dean Curnutt von Macro Risk Advisors bemerkte, dass die Erhöhung den bestehenden Druck nicht lindern würde. Mehr als ein Viertel der Aktien im Index notieren bei 52-Wochen-Tiefs, ein Niveau, das zuletzt im April 2025 während der Einführung von Zöllen unter Präsident Donald Trump beobachtet wurde. Strategen von UBS Group AG und Truist Advisory Services raten zur Selektivität.

UBS bevorzugt Coca-Cola Co., Life Time Group Holdings Inc. und Aritzia Inc., während Keith Lerner von Truist Reise- und Premiumkonsumaktien gegenüber wohnungsbezogenen und Low-End-Einzelhandelsaktien bevorzugt. Die Kerninflation stieg im August um 0,3%, übertraf damit die Schätzungen, und KI-Investitionen könnten die jährliche Inflation um 0,4 Prozentpunkte erhöhen. Dennis De Busschere von 22V Research sagt, dass Konsumaktien unter Druck bleiben werden, bis die Kerninflation sich dem 2%-Ziel der Fed nähert, wobei eine Entlastung wahrscheinlich im ersten Quartal eintreten wird.

Trotz Gegenwinds verzeichnete der State Street Consumer Discretionary Select Sector SPDR ETF im August einen Zufluss von 495 Millionen Dollar, und die Einzelhandelsumsätze erholten sich im August deutlich. Christopher Harvey von CIBC Capital Markets argumentiert, dass ein Großteil der Auswirkungen der Zinserhöhung bereits in den Preisen eingepreist ist, und obwohl einige Sektoren wie Wohnen und Tankstellen unter Druck stehen, bleibt die Wirtschaft insgesamt solide.