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Amundi kauft Staatsanleihen zur Absicherung gegen Wachstumsabschwung

Bloomberg Markets •
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Amundi SA, Europas größter Vermögensverwalter, kauft zweijährige US-Staatsanleihen, um sich gegen ein mögliches Wachstumsabschwungrisiko infolge hoher Ölpreise abzusichern. Die Rendite der zweijährigen US-Staatsanleihen ist kürzlich über die Marke von 4,50 % gestiegen, da Händler ihre Wetten auf Zinserhöhungen der Federal Reserve erhöht haben. Steigende Anleiherenditen und Energiepreise stellen jedoch ein Risiko für die widerstandsfähige US-Wirtschaft dar.

Nicolas Dahan, Senior Portfolio Manager bei dem in Paris ansässigen Unternehmen mit 2,8 Billionen Dollar Vermögen, erklärte, dass ab einem Niveau von 4,50 % die zweijährige Staatsanleihe als Absicherung gegen dieses Risiko dienen kann. Die weltweiten Anleihemärkte standen unter dem Druck der Feindseligkeiten im Nahen Osten, die den Brent-Crude-Preis über 100 Dollar pro Barrel trieben, sowie anhaltend hoher Verschuldungsstände. Die Rendite der deutschen zehnjährigen Anleihe erreichte nach einer weiteren Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank den höchsten Stand seit 2009.

Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe bleibt nahe dem Niveau von 5 %, das zuletzt 2007 kurzzeitig zu sehen war. Amundi war zuvor auf den Märkten für entwickelte Länder leerverkauft und hatte Schwellenländer bevorzugt, kehrt nun aber langsam zu Long-Duration-Positionen in entwickelten Märkten zurück. Der Rückgang der Rendite auf 4,96 % am Montag folgte auf einen wöchentlichen Anstieg um 19 Basispunkte.

Dieser Wechsel beeinflusst die Kreditkosten für Unternehmen und Staaten, einschließlich politisch relevanter US-Hypothekenzinsen vor den Zwischenwahlen. Dahan schlug vor, dass eine Neubewertung der Zentralbankpolitik und eine Marktkapitulation Chancen schaffen könnten, die ähnlich wie in vergangenen Zinserhöhungszyklen sind.