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NYC-Chirurg: 9/11-Erkrankungen töten noch

Hacker News •
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Der pensionierte NYPD-Beamte John Aris wartete auf die Ergebnisse seiner CT-Untersuchung. Sieben Jahre zuvor hatte ich einen Teil seiner rechten Lunge entfernt. „Kein Krebs“, sagte ich ihm. Er atmete aus und lehnte sich zurück. Wir sprachen über das Leben, die Politik, die Familie. Dann fragte ich nach dem neuen Moment der Stille bei der Zeremonie zum 25. Jahrestag zu Ehren derer, die nach dem 11. September an Ground-Zero-Erkrankungen starben. Sein Lächeln verblasste.

Er sprach von Freunden, die nicht beim Einsturz der Türme verloren gingen, sondern Jahre später. Bauarbeiter, Feuerwehrleute, Polizisten. Speiseröhrenkrebs. Leukämie. Atemwegserkrankung. Die Beerdigungen hörten nie auf. Neben ihm saß seine Frau, mit der er 44 Jahre verheiratet war, Kathleen.

Später sah ich den pensionierten Feuerwehrmann William Corrar, den ich wegen Speiseröhrenkrebs operiert hatte. Der 11. September ist für mich persönlich. An jenem Morgen war ich Thoraxchirurg am Memorial Sloan Kettering und operierte einen Patienten mit asbestbedingtem Krebs. Ich fuhr mit dem Fahrrad in die Innenstadt, um zu helfen. Für einen Chirurgen gab es wenig zu tun.

Als Kind fuhr ich mit dem Skateboard über den Platz. Später lieferte ich für UPS im Südturm aus. Heute behandle ich Einsatzkräfte mit Lungen- und Speiseröhrenkrebs, Mesotheliom und anderen Erkrankungen.

Wichtige Entitäten: Unternehmen: Memorial Sloan Kettering, UPS | Personen: John Aris, Kathleen, William Corrar | Orte: New York City, World Trade Center, South Tower