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Regenwassertröpfchen Autoskorrosion

Ars Technica •
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Eine neue Studie enthüllt, dass Regenwassertröpfchen bis zu 9.000 Volt tragen und in der Lage sind, Schutzlacke auf Autoberflächen zu durchdringen. Geführt von Zhongyuan Ni, Rüdiger Berger und Hans-Jürgen Butt am Max Planck Institut für Polymerforschung in Mainz, Deutschland, identifiziert die Forschung 'Slide Electrification'—wenn Wassertröpfchen beim Überstreifen isolierender Oberflächen Ladung abstreifen.

Das Team testete dies, indem es 35-Mikroliter-Salzwassertröpfchen auf eine Kupferplatte mit einer 60-Nanometer-Teflon-Schicht freisetzte. Nach 3.000 Tropfen (entspricht einem Nachmittag Regen) wurde die Teflon-Schicht durchbrochen, mit Vertiefungen von mehreren Nanometern Tiefe. Unbeschichtete Tropfen ließen die Oberfläche intakt.

Mit Hochgeschwindigkeitskameras beobachteten die Forscher, dass geladene Tropfen Taylor-Kegel bilden—scharfe Formen, die darauf hinweisen, dass elektrostatische Kraft die Oberflächenspannung überwindet. Sie berechneten, dass ein 2-Nanocoulomb-Tropfen 60 kV/mm erreicht, was dem Durchbruchsschwellenwert von Teflon entspricht. Dies deutet auf einen blitzartigen elektrischen Durchbruch, nicht nur auf Abrieb, als Korrosionsursache hin.

Die Ergebnisse hinterfragen traditionelle Präventionsmethoden, die auf Lacken und Polymerfolien fokussiert sind, und deuten auf den Bedarf neuer Ansätze hin, um regenbedingte Schäden zu bekämpfen.