Der jüngste Anleiheverkauf hat eine Debatte über seine Haupttreiber ausgelöst. Während einige dies auf steigende Inflationserwartungen zurückführen, weisen andere auf eine verbesserte globale Wachstumsperspektive hin. Die Break-Even-Inflationsraten, abgeleitet aus dem Vergleich von konventionellen und inflationsgeschützten Anleihen, sind bei etwa 2,4% geblieben, was darauf hindeutet, dass die Inflation nicht der Hauptverursacher ist.
Stattdessen sind die Realzinsen angestiegen, was auf stärkere Wachstumsaussichten hindeutet. Dennoch argumentiert Morgan Stanley, dass eine neu harter Federal Reserve der Schlüsseltreiber ist. Eine harte Fed treibt die Realzinsen nach oben, während sie die Break-Even-Raten senkt, während höhere Energiepreise die Break-Even-Raten nach oben drängen.
Die Kombination dieses Jahres – harte Fed und steigende Energiepreise – erklärt, warum die Break-Even-Raten stabil blieben, während die Realzinsen explodiert sind. Der engere Zinsweg der Fed als Reaktion auf die Inflation hat die Marktdynamik umgestaltet, ähnlich wie sie 2022 beobachtet wurde.
Quelle: Financial Times Markets · Zusammengefasst von HeadlinesBriefing