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Klimafinanzierungsdefizit wächst, Kreditkosten reicher Länder steigen

Financial Times Markets •
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Der Artikel untersucht die sich überschneidenden Herausforderungen von Klimawandel und steigenden globalen Zinsen. Nach einem Sommer extremer Hitzewellen in Europa und Nordamerika werden die wirtschaftlichen Kosten des globalen Erwärmung zunehmend durch trockene Felder, unter Druck geratene Stromnetze, geringere Arbeitsproduktivität und steigende Versicherungsverluste sichtbar. Wissenschaftler warnen, dass der Planet schneller erwärmt als bisher befürchtet, wodurch die Anpassung dringlicher wird. Die Finanzierungsherausforderung ist in den aufstrebenden Märkten und Entwicklungsländern am größten, die die größte Bevölkerung der Welt beherbergen, aber über ausreichende Inlandssparungen für die notwendigen Klimaanlagen verfügen. Auf aktuellen Trends wird erwartet, dass die Treibhausgasemissionen dieser Regionen bis zum Mittelpunkt des Jahrhunderts von 42% auf 53% ansteigen werden und die globalen Klimaziele gefährden.

Eine entscheidende Barriere für Klimaschutzmaßnahmen ist die steigende Kapitalkosten. Die Baku-to-Belém- Roadmap schätzt, dass aufstrebende und entwickelnde Wirtschaftregionen bis 2035 jährlich 1,3 Billionen US-Dollar an externen Finanzierung benötigen. Dennoch sind die Zinsen auf langfristigen Anleihenmärkten aufgrund der Bedenken der Anleger gegenüber der Fiskalnachhaltigkeit reicher Länder stark angestiegen. Bei öffentlichen Schulden in reichen Ländern nahe 110% des Bruttoinlandsprodukts und einer Prognose auf 190% in den USA bis 2050, machen höhere Zinsen Klimainvestitionen in ärmeren Ländern weniger bezahlbar. Eine Studie des Bank für Internationale Einlagen fand, dass ein Anstieg um einen Prozentpunkt bei den US-Schattenzinsen historisch zu einem Anstieg um 1,5 Punkte bei den Zinsen der Schwellenländer, einer Währungsentwertung und signifikanten Fließungen von Mitteln führt. Da die Fiskalunschuld in der reichen Welt die Klimafinanzierung behindert, steht das bevorstehende COP31-Gipfel in Antalya unter Druck, konkrete Fortschritte zu erzielen, da multilaterale Banken und bilateraler Hilfe allein die Finanzierungslücke nicht schließen können.

Schlüsselentitäten: Unternehmen: LBBW, S&P, Bank für Internationale Einlagen | Personen: Roula Khalaf, Moritz Kraemer | Orte: Europa, Nordamerika, Antalya, Baku, Belém